Riesenmaschine

13.07.2005 | 13:13 | Alles wird besser | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

Wasser jetzt doch H2O


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Etwas überraschend: Wir wissen immer noch nicht richtig, wie dieses exotische "Wasser" funktioniert, von dem man immer wieder mal hört. Es gibt große Konferenzen nur über Wasser, und Heerscharen von intelligenten Menschen befassen sich ihr ganzes Leben lang ausschließlich mit diesem geheimnisvollen Zeug. Jetzt wurde immerhin herausgefunden, dass Wasser wirklich H2O ist, und nicht nur "H1,5O", wie die Konkurrenz vorher feststellte. Sieht man sich Wasser nämlich mit extrem kurzen Belichtungszeiten an (so eine Billiardstel Sekunde), dann, so behauptete man, "verschmieren" die zwei Wasserstoffatome ein wenig und "verschränken" sich ineinander, so dass effektiv nur anderthalb übrigbleiben. Dieses verwirrende Resultat also, so zeigt das neue Experiment, bei dem man Wasser mit Neutronen bombardierte, ist nämlich gar nicht wahr. Wasser sieht, so der neueste Stand, auch wenn man nur sehr sehr kurz hinschaut, immer noch (hoffentlich) genauso aus, wie wir uns Wasser immer vorgestellt hatten. Die ganze Aufregung also umsonst.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


12.07.2005 | 15:45 | Alles wird besser | Fakten und Figuren

Jahr der Freizeit

Unsere Pläne, dieses Jahr überwiegend am Badesee herumzuliegen, erhalten neuen Auftrieb: 2005 wird erstmals seit sieben Jahren wieder eine Schaltsekunde eingefügt, um irgendwas auszugleichen. Die findet zwar erst im Dezember statt, aber wer seine Arbeit gewissenhaft bis zum 31.12. aufschiebt, bekommt dann ein bisschen Zeit geschenkt und kann alles Erforderliche nachholen, bevor das Jahr um ist.


17.06.2005 | 16:19 | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

So leben wir im Jahr 2000


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Ich erinnere mich an ein Titanic Titelbild aus dem Jahr 1997 mit der Headline "So leben wir im Jahr 2000". Darauf zu sehen: eine alltägliche Szene aus einer deutschen Innenstadt, drei Frauen in Rentnerkhaki mit Plastiktüten beim Einkauf. Was soll man sagen? Genau so ist es gekommen. Der neue Stern Media Business-Newsletter enthält ein paar nette Statistiken und Umfrageergebnisse, die genau diesen Sachverhalt empirisch stützen. Der "hybride Konsument", der mit dem Porsche bei Aldi vorfährt und sich auch sonst in der Konsumlandschaft wie die sprichwörtliche Axt im Wald aufführt, erscheint danach als das, was er ist: eine feuilletonistische Chimäre, von jeder soziologischen Empirie abgekoppelt und gefangen in einer medialen Feedback-Endlosschleife.


11.06.2005 | 00:47 | Anderswo | Fakten und Figuren | Zeichen und Wunder

Kleingeld jetzt noch kleiner


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Zunächst liest es sich wie ein Hoax, und dass Begriffe wie "Trigatron" im Text auftauchen, macht die Sache nicht besser: Der Kalifornier Brian Basura betreibt in seiner Garage ein Gerät, das mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes und etwa 10.000 Megawatt Energie Münzen schrumpfen lässt. In einem Wired-Beitrag vom Mai 2005 heißt es zur Erklärung, die Moleküle des Geldstücks rückten dabei ein wenig näher zusammen, was erst mal nachvollziehbar scheint – mit Kohle und Diamant verhält es sich schließlich nicht anders. Bei boingboing.net wird korrigiert: Da die Münzen aus Metall bestehen, seien es Atome, keine Moleküle, die da näher zusammenrückten. Vermutlich ist es aber, diese Erkenntnis verdanke ich einer Wette und dem anschließenden Googlemarathon, vielmehr so, dass die Münze zwar kleiner, aber auch entsprechend dicker wird. Die Erklärung auf der Teslamania-Website hilft in dieser Frage nicht wesentlich weiter. Rätselhaftes Kleingeld.


08.06.2005 | 02:43 | Alles wird besser | Fakten und Figuren

Schlank durch Kosmologie

Laut Spiegel ist die lang gesuchte Dunkle Materie endlich dingfest gemacht: sie hat die Form von Wimps und ist überall. "Jeder Mensch wird in jeder Sekunde von 22 Millionen der ultraschweren Partikel durchquert." Da jedes Wimp ungefähr so viel wiegt wie zwei Goldatome, braucht man jetzt nur noch das Gewicht von 44 Millionen Goldatomen vom eigenen Körpergewicht abzuziehen, und schon ist man ganz ohne Fasten um 0,000000000000000014 kg leichter als vorher. Hurra!


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