Riesenmaschine

09.08.2008 | 17:34 | Sachen kaufen | Gekaufte bezahlte Anzeige

Grosser Riesenmaschine-Test: Null-Euro-Handys (Teil 2)

Das LG Secret wurde der Riesenmaschine via LG Blog im Tausch für diesen Beitrag überlassen. Seine edle Luxuspralinen-Verpackung, sein solides Gewicht und sein beglückender Schnaftmechanismus nahmen uns gleich für das Gerät ein. Das Einschalten offenbart weitere originelle Details: Der Unterschied zwischen der blauen Telefonhörertaste zum Annehmen von Gesprächen und der blauen Telefonhörertaste zum Auflegen wird von Menschen über 40 niemals verstanden werden und sichert dem Handy ein Zuhause in der attraktiven Zielgruppe 14-39. Das Erraten der korrekten Zuordnung von Beschriftung und Funktionstasten bietet dauerhaften Spielspass; Sehschwache haben die Wahl zwischen vier Schriftgrössen. Der Touchscreen ist durch Deaktivierung sicher vor Abnutzung geschützt und wird nur bei Bedarf gesondert eingeschaltet. Er ermöglicht dann die Touch-Bedienung von fünf Premium-Spezialfunktionen. Als UMTS-Modem verrichtet das LG Secret seinen Dienst klaglos. Einmal verloren, war es aufgrund seiner Flachheit allerdings nur schwer wiederzufinden. Nach mehrtägiger Suche tauchte es als Lesezeichen in "Die schlimmste Reise der Welt" auf. Pluspunkt: Die Suche nach dem Handy brachte eine lange vermisste externe Festplatte zum Vorschein.

Fazit: Wer sein Handy vorwiegend ausgeschaltet nutzt, wird so schnell kein schöneres und geeigneteres Gerät finden.

Das iPhone wurde der Riesenmaschine fünf Minuten lang von Sascha Lobo leihweise übergeben – genug für einen kurzen, aber gründlichen Test. Wie das LG Secret verfügt es über einen Touchscreen und Bewegungssensoren. Im Unterschied zum LG Secret ist der Touchscreen per Default aktiviert und ermöglicht die Benutzung aller Funktionen des Handys. Die Bewegungssensoren dienen unter anderem dazu, das Display um 90 Grad zu drehen, wenn das Handy gedreht wird. Dabei reagiert das iPhone einige Sekunden flinker als das LG Secret auf Bewegungen. Als UMTS-Modem ist es nicht zu gebrauchen, und als einziges Handy im Test lässt sich das iPhone nur mit T-Mobile-Vertrag einsetzen. Der Akku überstand den fünfminütigen Test klaglos, ohne schlappzumachen.

Fazit: Das ideale Gratis-Handy für alle, die mit Sascha Lobo oder einem anderen reichen T-Mobile-Kunden befreundet sind.


09.08.2008 | 17:33 | Sachen kaufen | Gekaufte bezahlte Anzeige

Grosser Riesenmaschine-Test: Null-Euro-Handys (Teil 1)

Das Sony Ericsson K610i gelangte im Rahmen einer Vertragsverlängerung in unseren Besitz und besticht vor allem durch seine Benutzerführung. Alle Funktionen sind exakt da untergebracht, wo man sie vermutet. Auch lässt es sich relativ problemlos als UMTS-Modem verwenden. Negativ fielen das abgewetzte Gehäuse, der Staub hinter dem Display und die unbrauchbare Kamera auf (ein Franz-Josef-Strauss-Aufkleber auf der Rückseite verdeckt ausgerechnet die Linse).

Fazit: Ein durchdachtes Gerät mit kleinen Schwächen, die bei den bereits im Handel erhältlichen Nachfolgemodellen hoffentlich behoben sind.


Das Stück Holz wurde uns kostenlos von der BAUHAUS Gesellschaft f. Werkstatt Haus u. Freizeit Berlin mbH & Co. KG zur Verfügung gestellt. Angesichts des robusten und CO2-neutralen Naturmaterials Holz mit seinem hochwertigen Finish sieht man hier gern über kleinere Schwächen (kein Internet, kein UMTS) hinweg. Radio und Spiele wurden im Test nicht vermisst, die Weckfunktion ist ungewöhnlich, erfüllt aber ihren Zweck. Der Akku lässt sich allerdings wie auch beim iPhone nicht austauschen. Wichtig für Outdoorfans: Anders als die meisten Konkurrenzprodukte (insbesondere das LG Secret) ist das Stück Holz brennbar – ein selten benötigtes Feature, das in Notsituationen lebensrettend sein kann.

Fazit: Eine gute Wahl für Umweltbewusste und alle, denen UMTS nicht so wichtig ist.

Das speziell für den Vertrieb in Entwicklungsländern designte Motorola Motofone F3 hatte es im Testfeld schwer, sein zentrales Handicap "Hersteller: Motorola" auszugleichen. Zwar besticht es durch eine ungewöhnliche Retro-7-Segment-Anzeige und bietet als einziges Handy im Test eine auch von Sehbehinderten als angenehm empfundene Schriftgrösse von 48 Punkt. Trotzdem konnte auch der Preis von 0,00 Euro ("Nimm es! Hauptsache, ich muss es nicht mehr sehen!", Vorbesitzer Jan B.) keine Begeisterung für das Gerät hervorrufen. Zu schmerzlich fehlten wesentliche Funktionen wie Benutzbarkeit und Rufnummernanzeige, zu ungewohnt die Darstellung von Kurznachrichten, denn mehr als zwölf sechs Buchstaben passen nicht auf das Display.

Fazit: Als hätten es die armen Entwicklungsländer nicht schon schwer genug!

Demnächst in Teil 2: die Testergebnisse für LG Secret und iPhone.


11.04.2008 | 15:48 | Berlin | Anderswo | Gekaufte bezahlte Anzeige

Die freundliche Invasion

Das Leben der Männer in Helsinki ist statistisch gesehen 3 Jahre kürzer als im restlichen Finnland. Warum das so ist, bleibt zwar unklar, aber anzunehmen ist, dass es das schiere Glück ist, in der schönsten Stadt der Welt zu leben.

Hier ein Beispiel: Tyler Brulé, Wallpapergründer und jetziger Chef von Monocle, dem derzeit bestfrisierten Magazin, kürte das Seahorse in Helsinki zu einem der 10 weltbesten Restaurants. Gut, das hat schnell mal eine Stadt, aber welches Restaurant bekommt so eine Adelung, dessen Koch eine elektrische Heizung ist ("Executive chef: "Mr. Winston", the kitchen's electrical heater")?

Die derzeitige in Berlin stattfindende finnische Invasion namens Helsinkissberlin vereint nun geballt das, was in Finnland zum Alltag gehört, all die Hybridmenschen wie den Esperanto singenden M.A. Numminen (Foto), den blassen OP:L Bastards und natürlich Jimi Tenor, den weissen Afrikaner aus dem All. Man bekommt endlich einmal ein gutes, nämlich das beste Frühstück der Welt, es werden, warum bescheiden sein, gleich einige Sibeliusgedenktafeln enthüllt, natürlich gibt's einen Gummistiefelweitwurfwettbewerb und der Alexanderplatz wird in einen normalen finnischen Markt umgewandelt, mit all seinen Absonderlichkeiten wie tiefgefrorenen Birkenzweigen zum Quästen, Teershampoo und Salmiakwodka, also einem Schnaps, mit dem man auch das Klo putzen kann, in das man gerade gekotzt hat. Und vielleicht versteht man dann ansatzweise, was es braucht, um eine Stadt zur lebensfrohsten der Welt zu machen, eine Stadt für die man gerne mal so 3 Jährchen hergibt.

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (6)


14.01.2008 | 23:58 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser | Gekaufte bezahlte Anzeige

Energie sparen mit der Riesenmaschine

Zwar ist das Haus der Frohen Zukunft, in dem grosse Teile der Riesenmaschine-
Inhalte fabriziert werden, seit letztem Jahr auf sauberen Öko-Strom umgestiegen, die Riesenmaschine selbst läuft aber mit schmutzigem Atomstrom aus Kirgisien, für dessen Erzeugung Kinder in unterirdischen Säureminen den Uranmergel mit der Schippe abbauen. Nun wirkt sich das auch nicht negativ auf den CO2-Fussabdruck der Riesenmaschine aus, aber es macht sich halt nicht so gut in der Karmabilanz. Deshalb hat die Riesenmaschine beschlossen, jetzt auch, nachdem es schon alle anderen tun, etwas für den Klimawandel bzw. dagegen zu tun, und zwar gemäss dem ehernen Grundsatz "Technische Lösungen für ökologische Probleme". Als strategischen Partner haben wir uns dafür Günther Faltins Projektwerkstatt ausgesucht, die das Thema in bewährter Manier der Teekampagne (Mittelsmänner ausschalten, Grosspackungen anbieten) angegangen ist. Herausgekommen ist die CO2-Kampagne, ein Angebot wie für unsereins gemacht, weil sie dort ansetzt, wo sich Faulpelz und Schweinehund guten Tag sagen. Man bestellt mit wenigen Mausklicks eine 10er-Packung der Energiesparlampe "Petit Economy" zum unschlagbar günstigen Grosspackungspreis. Wartet einen Tag, bis sie geliefert wird. Tauscht alle Glühbirnen in der Wohnung aus. Kann fortan Tag und Nacht das Licht brennen lassen und spart dabei Strom, Geld und CO2. Über diesen Link oder das nebenstehende Widget geht es noch einfacher, und die Riesenmaschine verdient auch etwas daran, wenn man die "Petit Economy" (Was für ein Supername!) darüber bezieht. Aber darum geht es hier natürlich nicht, sondern um die im Zähler erscheinenden gesparten CO2-Kubikkilometer. Die Zahl tragen wir am Jahresende einfach in unsere Karma-Gewinn-und-Verlustrechnung ein und schicken sie an das Karmakatasteramt mit Hauptsitz Kirgisien. So ist allen geholfen.


05.01.2008 | 00:00 | Alles wird besser | Zeichen und Wunder | Gekaufte bezahlte Anzeige

Europep, das crazy neue Ding


Kulturkritiker Baron Barock: "Europep ist Modern Talking meets Miami Vice auf Rädern."
Hey Kids! Kennt ihr das nicht auch? Ihr surft mit euren Stromrechnern im Cybernet herum und dann sind da nur noch megaöde Seiten? Und im Klingelton-Abo gibt's auch nichts mehr, was fetzt? Da fehlt der Pep? Damit ist jetzt Schluss! Denn Europep.net hält täglich neue ultra-angesagte Fotos von den peppigsten Kotflügeln Berlins für euch bereit! Und nicht nur das, auch locker-flockig bedruckte Europep-Shirts kann man dort kaufen. "Das ist ja voll das art project", denkt ihr – und ihr habt recht! Mit den Worten von Moritz Metz, dem Macher von Europep: "Die Pepkultur-Spirale überschreibt sich alle zehn Jahre. Heute dürfen es mal wieder die crazy Nineties sein! Denn abgedroschen ist was anderes." Besser hätten wir's selbst nicht sagen können. Tja, Pepkultur – ein Ding, das keiner voll aussinnt!


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- Textextexegese

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- Hunger

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"Chronicle", Josh Trank (2012)

Plus: 1, 3, 8, 48, 69, 89, 96, 144
Minus: 33, 91, 97, 113, 161, 183
Gesamt: 2 Punkte


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