Riesenmaschine

16.09.2005 | 11:14 | Alles wird besser | Alles wird schlechter | Listen

Liste der Sonstigen II: STATT Partei – Die Unabhängigen


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Der Untertitel dieser Partei heißt schon mal: "Aus Liebe zu Deutschland". Und wie der Name schon sagt, will diese Partei ganz viele Sachen STATT anderen Sachen. Dabei geht es meistens darum, Schlechtes zu ersetzen durch Gutes! Zum Beispiel "Transparenz statt Kungelgruppen" und "Moral und Gewissen statt ideologischer Blindheit". Das ist tatsächlich ein ganz geschicktes Grundsatzprogramm. Nur sehr wenige Wähler sprechen sich ja explizit für ideologische Blindheit aus. Fazit: Nur leicht durchgeknallt, aber extrem hoher Bunnyfaktor!

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16.09.2005 | 11:11 | Alles wird besser | Alles wird schlechter | Listen

Liste der Sonstigen I: Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit AGFG


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Dreh- und Angelpunkt der AGFG ist der berühmte Dr. Rath. Dr. Rath verkauft Vitaminpräparate, die selbstverständlich gegen AIDS und Krebs helfen, aber, und das ist das Bemerkenswerte, auch gegen Arbeitslosigkeit und Haushaltsloch. Bei der AGFG bilden dann auch die Genres Wahl- und Verkaufsveranstaltung eine ganz unangenehme Alliance. Eine Partei mit gesundem Geschäftssinn, gleichzeitig definitivem Durchgeknalltheitsfaktor im oberen Viertel der Skala.

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16.09.2005 | 10:44 | Alles wird besser | Alles wird schlechter | Listen

Riesenmaschine Spezial: Liste der Sonstigen


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Bald irgendwann sind ja diese Wahlen zum Deutschen Bundestag, und viele fragen sich deshalb: "Ach du Schreck, was soll ich nur wählen?" Denn: "Die da oben sind doch alle gleich mit ihren hohlen Floskeln und leeren Versprechungen!" Die schiere Ratlosigkeit, die sich nach diversen im Fernseh verfolgten Polit-Talks einstellt, könnte so manchen Bürger beim Endspurt noch dazu bewegen, denen da oben einen feinen Denkzettel zu geben, indem er seine Stimme denen da unten gibt. Die von ganz unten auf dem Wahlzettel, die aus dem grauen Balken der ominösen "Sonstigen". Schließlich ist bei denen mit ca. 26 Parteien nicht nur die Auswahl viel größer als bei den Etablierten, sondern auch der Durchgeknalltheitsfaktor. Wenn schon, denn schon. Bei Christiansen sitzen deren rhetorisch ungeschulte Repräsentanten freilich nicht. Man muss sich schon die gesammelten Wahlspots ansehen, um einen Einblick in den Kosmos der kleinen Parteien zu bekommen. Natürlich kann man sich die Informationen auch mühsam von ihren schlecht gemachten Webseiten zusammenpuzzeln. Wie viel schöner ist es aber, eine subjektiv wertende Zusammenfassung direkt hier auf der Riesenmaschine serviert zu bekommen!


14.09.2005 | 17:57 | Listen | Zeichen und Wunder

Guerilla-Schleichwerbung


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Es macht schon einen Unterschied, ob man sich den dreisten, gleichwohl subtil doppelbödigen 4. Wahlwerbespot der vom Satiremagazin Titanic ins Leben gerufenen PARTEI, in dem am konkreten Beispiel vor Schleichwerbung im Fernsehen gewarnt wird, im Netz anschaut oder tatsächlich live im ZDF über den Bildschirm flimmern sieht. Eine Demokratie und ein öffentlich-rechtliches Fernsehen, in denen so etwas möglich ist, können so schlecht nicht sein. Jedenfalls lässt sich das Ganze allein mit Verweis auf Marcuses repressive Toleranz schwerlich abtun. Und da HLX offenbar tatsächlich Geld für diesen Spot bezahlt oder nach der Wahl bezahlen wird, muss man die Werbeabteilung des Billigfliegers – wenn auch vielleicht ein wenig zähneknirschend – zu dem Coup beglückwünschen, der mit ironischem Meta-Guerilla-Marketing wohl einigermassen treffend bezeichnet ist. Dass ein täuschend ähnlicher Scherz schon vor vielen Jahren mit John Cleese in der Haupt- und der Getränkefirma Schweppes in der Nebenrolle verfilmt wurde, tut der staatsbürgerlichen Freude da keinen Abbruch.


29.08.2005 | 02:57 | Was fehlt | Listen

Wo zu wohnen sey


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Immer noch fehlt es an brauchbaren Richtlinien zur Wahl des Wohnortes. So arbeitet die oft zitierte Studie von Mercer HR mit völlig ungeeigneten Kriterien zur Ermittlung der Lebensqualität von Städten. Die Dichte von Sporteinrichtungen z. B. hat mit Lebensqualität wenig zu tun, denn wer möchte sich von Hallenbadbenutzern vorschreiben lassen, wo man am besten wohnt? Auch die Kriminalitätsrate ist zunächst mal unerheblich, solange man nicht im Mittel einmal pro Jahr erschossen wird. Wenn man das Problem derart falsch angeht, muss man sich nicht wundern, wenn Genf den Wettbewerb 2005 gewinnt und Frankfurt als beste deutsche Stadt auf Platz fünf landet. Eine repräsentative Umfrage unter Riesenmaschinenautoren ergab, dass 0% der Befragten lieber in Frankfurt als in Berlin (Platz 14) leben möchten. Das sind erschreckende Zustände – muss man also doch monatelang in allen möglichen Städten der Welt probewohnen, bevor man sich für einen Wohnort entscheidet? Weil ab September die Datenerhebung für 2006 beginnt, soll hier eine vorläufige Liste von Maßzahlen zur verlässlichen Bestimmung der Lebensqualität von Städten vorgestellt werden:

A) Anzahl der blöden Bemerkungen, die man sich innerhalb von 10 Minuten anhören muss, nur weil man in der U-Bahn auf dem Kopf steht
B) Anzahl der Verbotsschilder pro Quadratkilometer mal Anteil der Bewohner, die Verbotsschilder beachten, mal Anteil der Polizisten, die Verbotsschilder beachten
C) Anzahl der seltsamen Blicke, die man erntet, wenn man, sagen wir, mit einer großen Krokodilkopfmaske aus Gummi durch die Straßen läuft
D) Stunden, die durchschnittliche Läden für Produkte des täglichen Bedarfs pro Woche geschlossen sind
E) Summe aus der Entfernung zum nächsten Hochgebirge und zum nächsten größeren Gewässer
F) Verhältnis aus der Anzahl der Pantomimen in der Fußgängerzone zur Anzahl lustiger Tiere in den Grünanlagen

Addition von A bis F (irgendwie gewichtet vermutlich) ergibt den "Life Quality Index" (LQI), der natürlich möglichst klein sein sollte. Im Bild der seltene Ausnahmefall Vancouver – sowohl bei Mercer als auch laut LQI zuverlässig unter den besten Städten der Welt.

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