14.07.2005 | 01:23 | Nachtleuchtendes | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)In "Hitchhiker's Guide to the Galaxy" wird dem erstaunten Arthur Dent ein unfassbarer Ort gezeigt, an dem neue Planeten zusammengeschraubt werden. Es ist so weit: Genau so ein Ort wurde jetzt gefunden. Leider sieht das Ganze etwas weniger spektakulär aus als der Planet Magrathea, auf dem von Slartibartfast eine Ersatzerde konstruiert wird. Aber! Mit Hilfe dieses erstaunlichen Gerätes (das übrigens schon von Jodie Foster in "Contact" zum Abhören von Außerirdischen verwendet wurde) stellte sich heraus, daß zentimetergroße Staubklumpen um einen noch relativ jungen Stern kreisen. Daraus könnte mal etwas Brauchbares werden, denn Planeten bestehen nun mal nicht überwiegend aus Fußgängerzonen und Badeseen, sondern vor allem aus einfachem Dreck. Wir werden das Ganze sorgsam im Auge behalten, und berichten, sobald aus dem Staub die ersten außerirdischen Klingeltöne entstanden sind.
13.07.2005 | 15:42 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Wie wir von der handtuchhalterförmigen Heizung wissen, freut sich der Designer, wenn ein Gegenstand zwei Funktionen hat. Zwei der wichtigsten Wohntätigkeiten werden durch den Kronleuchter "Glasklasen" des schwedischen Designbüros Nasielsky endlich miteinander verbunden: sehen und trinken. Der Lüster besteht neben der Glühbirne aus einem Gestell, in das beliebige Gläser hineingehängt werden können – mit ihrer Farbe und Form beeinflussen sie das entstehende Licht. Folgender Dialog ist ab sofort also kein Unsinn mehr: "Es ist so dunkel bei Dir" – "Dann lass uns ein Gläschen Whisky trinken".
10.07.2005 | 17:25 | Anderswo | Nachtleuchtendes
Vorläufig letzte Meldung vom Ballonabenteuer Blast: Wie geschildert, landete der Riesenballon samt angehängtem Riesenteleskop nach einem einigermaßen erfolgreichen Flug von Schweden nach Kanada sanft und problemlos auf Victoria Island. Großer Jubel, großes Schulterklopfen, eine technische Glanzleistung. Dann mußte man das Ding nur noch abholen. Dazu wickelte man es in die beste, größte und stabilste Plane, die es auf der Erde gibt, und hängte es an einen sehr großen Hubschrauber. Alles klappte wunderbar, jedenfalls bis der Hubschrauber hoch genug war. Dann zerreißen die Luftbewegungen vom Rotor die Plane und die Hälfte des Teleskops verschwindet im Polarmeer oder in der Tundra, jedenfalls ist es jetzt weg. Diese Information darf nicht an die Öffentlichkeit gelangen.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Das Ende einer Ballonfahrt
17.06.2005 | 01:27 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser
Etwas früher als erwartet ist der Riesenballon BLAST gelandet. Nach einem offenbar hektischen Flug von Schweden nach Kanada, über dessen Einzelheiten in diesem Blog berichtet wird, entschied man sich heute nachmittag, das Unternehmen zu beenden, um zu vermeiden, dass der Ballon noch weiter ins nördliche Polarmeer abdriftet. Von Texas aus, per Fernsteuerung, wurde das am Ballon hängende, drei Tonnen schwere Teleskop aus 40 km Höhe abgeworfen – und brauchte 45 Minuten, um die Erde zu erreichen. (Man verwendete natürlich einen Fallschirm, und zwar einen sehr sehr großen.) Es landete sanft und friedlich auf Victoria Island, irgendwo im hohen Norden Kanadas. Die Verantwortlichen äussern sich begeistert: "It's in excellent condition. BLAST is the prettiest thing we ever flew." Morgen wird der (wiederverwendbare) Riesenballon, zusammen mit Riesenteleskop und vielen Festplatten mit komplizierten Daten per Riesenhubschrauber abgeholt. Ein schöner Ausflug, denn auf Victoria Island sind es jetzt angenehme sechs Grad und die Sonne geht nie unter.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: BLAST off
14.06.2005 | 01:51 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)In Zeiten, in denen in allen Wissenschaftsbereichen Kugelschreiber eingespart werden, um irgendwann einen bemannten Flug zum Mars oder wenigstens einen kleinen Krieg finanzieren zu können, muss man sich etwas einfallen lassen, um doch noch Bilder aus dem All zu bekommen. Zum Beispiel nicht ganz bis ins All zu fliegen. Genau dies ist das Prinzip von BLAST, einem Luftballon, der etwa so aussieht wie eine Riesenqualle. BLAST ist höher als der Berliner Dom und transportiert ein drei Tonnen schweres Teleskop bis in eine Höhe von 40 Kilometer, also 30 km höher als alle Verkehrsflugzeuge, und damit schon ziemlich dicht am Weltall. Gestern ging der Ballon erfolgreich in die Luft, und zwar in Nordschweden. Zur Zeit befindet er sich irgendwo über Grönland, landen wird er voraussichtlich Ende der Woche irgendwo in Westkanada oder vielleicht auch Alaska. Natürlich wird BLAST wieder einmal alle Fragen über das Universum und den ganzen Rest beantworten.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Sieben-Grad-These
- Nebel (schluckt Hässliches)
- Duftlampe "Currywurst"
- artiger Läutewinkel
SO NICHT:
- Schorf
- PacMan 3D
- Herr der Fliegen (ist doch kein Name für ein Frühstück)
- Vertuschkasten
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Uncut Gems", Benny & Josh Safdie (2019)
Plus: 1, 3, 21, 31, 63, 82, 87, 101, 138, 144 Minus: 75 Gesamt: 9 Punkte
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