Riesenmaschine

20.08.2005 | 16:00 | Was fehlt | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Super Premium Fruchteis

Ganz, ganz früher, praktisch in der Steinzeit, war Stieleis ein Kinderlebensmittel, zu dem man als Erwachsener (wahrscheinlich; wir spielten damals noch in der anderen Liga) bestenfalls aus Solidarität greifen konnte. Aber spätestens mit der Markteinführung von "Magnum" 1989 gelang es, auch den erwachsenen Käufern bis dahin ungeahnte Geldmengen für bis dahin ungeahnte Eismengen aus der Tasche zu ziehen.

Gibt es irgendeinen guten Grund dafür, dass sich dieser Trend ausschliesslich auf das Milcheissegment erstreckt? Mit Ausnahme des in den 70er Jahren kurzzeitig erhältlichen CujaMara (damals noch ohne Split) enthält man uns bislang das hochpreisige Luxusfruchteis vor. Zwar gibt es von Valensina mittlerweile die drei Geschmacksrichtungen Apfelsine, Blutorange und Multifrucht mit spektakulären Fruchtanteilen, die sicherlich ausgezeichnet schmecken; wegen ihrer Nicht-Zugehörigkeit zu Langnese oder Schöller sind diese begehrenswerten Sammlerstücke aber nirgendwo einzeln erhältlich.

Habt ein Einsehen, Hersteller. Denkt auch mal an die, die sich halt nicht so für Vanillecremerahmsahne mit ganzen Schokoladentafeln interessieren. Für diesen Sommer ist es zu spät, aber nächstes Jahr vielleicht?


20.08.2005 | 11:08 | Alles wird besser | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Fruchtig so cremig


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Zugegeben, sie ist lila verpackt. Zugegeben, sie hat einen etwas seltsamen Namen. Aber. Sie ist lecker! Die Leckerste überhaupt! 'Noch nie war fruchtig so cremig', sagen Schwartaus begeisterte Texter. Wir sagen dazu heute mal gar nichts, es ist immerhin Sonntag Morgen. Wir machen uns lieber noch ein Brötchen mit dem bereits mehrfach getesteten (und nachgekauften!) 'Fruchtaufstrich' aus 'Waldfrucht'.
(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Und blicken dabei zärtlich auf das Flyerbaby, das oben auf dem Glas angepappt gewesen ist und wahrscheinlich die Vorzüge des Produkts oder andere Geschmacksrichtungen anpreist. Ach, diese Werber, manchmal irgendwie auch süss.


19.08.2005 | 22:42 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen

Wider die Natur


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)

(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Niemand hatte mehr damit gerechnet, aber jetzt gibt es endlich eine Neuentwicklung zum sauberen Urinieren: Es handelt sich offenbar um einen blauen Elefantenfuß mit Gleitmittel und Serviette (oben), samt leider etwas klein geratener Gebrauchsanleitung (unten). Wer etwas Erfahrung mit abstrakter Pornographie hat, wird sofort erkennen, wie es funktioniert, für die Laien sei es hier erklärt: Die blaue Matte, von der modernen und emanzipierten Frau zu einer Art Flussbett verformt, nimmt den Harn dort auf, wo er entsteht, und leitet ihn weiter in ein dreckiges Bahnhofsklo oder an einen Baum oder whatever. Wie wohl allen bekannt ist, ist der letzte Versuch, den Vorgang des Harnlassens würdevoller zu gestalten, schon mehrere Millionen Jahre her und stammt aus dem heute legendären Thinktank "Natur". Leider wurde deren Designvorschlag – eine Art fleischige Röhre mit eingebauter Abtropfvorrichtung, im Prinzip eine gut ausgereifte Lösung – nie in ausreichender Stückzahl hergestellt, so dass grob die Hälfte aller Bedürftigen bei der Verteilung zu spät kamen. Es muss wohl neidlos anerkannt werden, dass die neue, blaue Erfindung nicht annähernd so praktisch und handlich wie das mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Konkurrenzprodukt ist. Vielleicht noch ein paar tausend Jahre weiterforschen.


19.08.2005 | 12:25 | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Einen im Tee

Fallhöhen, kontrastive Elemente, Gegensätze – die besten Hausmittel, um etwas Langweiliges (z. B. Ihr Leben) spannend zu machen. Beispiele: im Smoking skaten, Kartoffeln mit Nutella, als Herr auch mal auf die Damentoilette gehen. Gleichzeitig halten solche Aktionen geistig jung und beugen der sog. CSUisierung vor. Ein vorgefertigtes Musterbeispiel trinkbarer Flexibilität leuchtet uns von der Seite Strange New Products entgegen: Wodka Grüner Tee der ansonsten verhaltensunauffälligen Firma Charbay. Man hat dort also die beiden Getränke an den äussersten Polen der Skala vereint. Auf der einen Seite ein vermutlich gefährliches Gebräu, das allzuvielen Menschen zur starren, suchtähnlichen Gewohnheit geworden ist, auf der anderen Seite Wodka. Als bedingungslose Förderer des Neuen, Ungewohnten, Bizarren begrüssen wir diese russisch-japanische Getränkemischehe mit einem freundlichen "Hurra". Auch wenn sie vermutlich ekelerregend schmeckt.


18.08.2005 | 13:05 | Sachen kaufen | Zeichen und Wunder

Ab in die Wand


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Wer hat eigentlich behauptet, dass Computer unter dem Schreibtisch stehen müssen? Das nicht dämliche Unternehmen Chip PC Technologies stellt jetzt einen, ähm, PC vor, der komplett in die Wand passt, und zwar in Form einer klassischen Unterputzsteckdose. Selbstredend hat das Ding keine Festplatte, immerhin aber einen AMD 1550 mit 500 MHz, 128 MB RAM, 4 USB Anschlüsse und Soundkarte. In Client-Server-Umgebungen, wo der Anbieter lediglich an einer Workstation hängt und die Daten übers Netzwerk ablegt, reicht das völlig aus. Man steckt also einfach Monitor, Keyboard und Maus direkt in die Wandsteckdose und spart sich das surrende Ungetüm unter dem Schreibtisch, an dem man sich immer das Knie wund stößt.


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