Riesenmaschine

08.09.2005 | 14:41 | Supertiere | Vermutungen über die Welt

Ehrlicher Kampfhund

Früher einmal verwendete man Hunde, um das Dorf vor Monstern zu schützen und um die Leichen irgendwie sinnvoll zu entsorgen. Leider hat sich die Funktion von Haushunden so stark verändert, dass man sie heute äußerlich kaum noch von Monchichis unterscheiden kann. In Wahrheit sind sie natürlich immer noch nur gerade so knapp eine Stufe zivilisierter als der Wolf, von dem wir alle wissen, dass er, nur um seinen Hunger zu stillen, gewissenlos Bisons und Elche abschlachtet. Die Folge sind schreckliche Missverständnisse, die in den Ausruf "Aber er sieht doch immer so lieb aus!" münden. Das wäre mit dem Andrewsarchus nicht passiert. Der Andrewsarchus, das wohl größte mittelgrößte Landraubtier, das es je gab, sieht nicht nur genauso aus, wie er sich verhält, nämlich gewalttätig und gefährlich, und ist somit ein absolut glaubwürdiges Tier. Nein, er hat sich auch noch für eine relativ kreative Frisur entschieden. Daran sollten sich alle sogenannten Kampfhunde mal ein Beispiel nehmen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Riesentiertag in der Riesenmaschine


Kommentar #1 von chriZ:

So viel Jurassic Park & Co und dann doch der Riesenfehler dies hier:
"Andrewsarchus had a skull of about 83cm, which would make it about 1.8m high and 5m long – the largest meat-eating land mammal ever."
zu dem hier: "Der Andrewsarchus, das wohl größte Landraubtier, das es je gab"
zu übersetzen.. Ein Mammal ist ein Säugetier, Landraubtiere waren auch die lieben eierlegenden (achtung Betonung! An dieser Stelle habe ich einen überflüssigen Smiley hingemacht, wofür ich mich dereinst schämen werde. Riesenechsen die auch mit dem natürlich weniger geläufigen Begriff Dinosaurier bezeichnet werden. Die waren dann doch z.T. ein bisschen größer...glaub ich.

08.09.2005 | 15:21

Kommentar #2 von Kai:

...nitpicken macht Spass. Was ich aber am interessantesten finde (steht auch auf der BBC-Seite): verwandschaftlich gehört es zu den Paarhufern. Es ist also kein "hundeartiges" Raubtier, sondern so ne Art Terrorschaf!

08.09.2005 | 16:04

Kommentar #3 von Marc Lee Winser:

Ganz genau – das `Schaf im Wolfspelz´. Es soll sogar eine kleinere Unterart mit 4 sehr kurzen Hörnern gegeben haben – ähnlich denen des Jakobsschafes und tatsächlich Hufen, wie bei einem Paarhufer.
Nach der Erschliessung der `Marktlücke´ grosser Beutegreifer während der Zeit nach dem Eozän und seinen grössenwahnsinnigen Kampfhühnern tauchten sehr viele dieser eigenartigen Raubsäuger auf, aus den unterschiedlichsten Unterarten – einige sogar als Beuteltiere. Wie das Wesen, das später einmal der Tasmanische Tiger werden sollte.
Aber im späten Eozän war das noch utopischste Science-Fiction, während der Tasmanische Tiger jetzt schon seit knapp 70 Jahren ausgerottet ist.
Wir können sowas.

17.01.2009 | 04:00

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