Riesenmaschine

07.05.2007 | 03:10 | Anderswo | Alles wird besser | Essen und Essenzielles

Der ganz heisse Reis


Handelsübliches kaltes Wasser
(cyron) (Lizenz)
Schon seit längerem fordert die Riesenmaschine die Abschaffung der Küche, und Kollege Scholz hat bereits vor über einem Jahr festgestellt, dass die Mikrowelle in Gemeinschaftsarbeit mit Toaster, Wasserkocher und Kühltruhe diesen Blinddarm der Wohnungsevolution sehr bald verdrängen wird.

Der Wasserkocher ist nun allerdings raus aus dem Team, denn die Japaner haben ein Fertiggericht entwickelt, bei dem man nicht länger heisses, sondern bloss handelsübliches kaltes Wasser braucht: Hotto! Raisu (via Boing Boing) besteht aus Reis und Ume-Pflaumen, also aus fünf der sieben wichtigsten Nahrungsgruppen, und funktioniert irgendwie mit Hilfe eines "exothermic agent". Der einzige Schwachpunkt ist die recht lange Garzeit von 15 Minuten, aber dafür ist der Reis mit dem Druck von 4.000 Atmosphären komprimiert, wenn das nichts ist. Als nächstes ist dann übrigens der Toaster dran, wer braucht schon Toaster?


Kommentar #1 von M:

Wundert mich dass Herr Sander hier noch nicht seinen Senf dazugegeben hat.

07.05.2007 | 13:32

Kommentar #2 von Har - harhar:

Lustig, werter M. Nämlich genau einen Beitrag jenes Herrn S. hatte ich erwartet, als ich sah, dass in der Klammer hinter den Kommentaren plötzlich eine 1 stand. Nix Smiley, nix schämen.

07.05.2007 | 18:32

Kommentar #3 von Rudi K. Sander; www.textsteller.de:

Ihr lieben Ironiker und Angeketteten an die eigenen Vorurteile (Keine Beleidigung: Wir sind alle solche, weil keiner sehen kann, was er nicht sehen kann; Niklas Luhmann). Eine Antwort also (ich weiss, sie muss kurz sein, sonst verfällt sie der Entscheidungsmacht der eingesetzten Redaktion; dazu ist sie da; wer ein Amt hat, muss es gerecht nutzen).
Zur Sache könnte ich ja nichts beitragen, weil ich ein lausiger, ein dem Prekariat verhafteter Koch bin. Viel mehr als leckere Gemüsesuppen und ähnliche Proleteneintöpfe kann ich nicht. Also habe ich hier geschwiegen (nicht um als Philosoph zu scheinen).
"Erwartungserwartungen", auch so ein Terminus aus der Luhmannwelt. Irgendwo läuft die Kommunikation, wir sind passiv beteiligt, vielleicht weil wir zuhören oder lesen, es bildet sich in uns ein Erwartungsbild im Reiche des kommunikativ vorbereiten Sinns. Wenn dann nicht eintritt, was wir erwartet hatten, geschieht Mehreres zugleich: Wir sind enttäuscht, wir werden wütend, Wut darf oder soll nicht ausgelebt werden, folglich werden die "Guten" ironisch (setzen Smylies), die "Schlechten" werden zynisch, und die "Bösen" werden persönlich und argumentieren ad personam.
Da hilft nur beten: Lasse mich nicht sein wie jene, die bei den Zöllnern sitzen.
Bis später, R.S.

07.05.2007 | 19:00

Kommentar #4 von irgendwem:

Na super, es war hier so schön leer, warum musstet ihr ihn auch provozieren?

15.05.2007 | 18:47

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