Riesenmaschine

01.06.2006 | 19:29 | Anderswo | Was fehlt

Reise um die Welt mit 80 Steckern


Triumph des Scheiterns (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Dass bei Tieren und Pflanzen eine so verwirrende Vielfalt an Schnittstellen für Nahrungsaufnahme, Fortpflanzung etc. vorgesehen ist, ist zwar rätselhaft, wird aber schon irgendeinen Zweck erfüllen, und sei es nur die Verhinderung von Pestbakterium-Blauwal-Bastarden. Dass es aber im Reich der Stromversorgung immer noch unmöglich ist, ein deutsches Gerät auch nur in der Schweiz an eine Steckdose anzuschliessen, und dass der Mensch dieses Problems auch durch meterlange Adapterregale in Flughafen-Elektronikmärkten bisher nicht Herr geworden ist, das beweist ganz sicher irgendwas Ungutes über das Universum. Egal, welches Adaptergerät man sich zulegt – es passen entweder noch nicht mal deutsche Stecker hinein, oder es funktioniert nicht in Australien oder nicht in Australien oder weder in Kanada noch in Südafrika, nicht in China, Grossbritannien und schon gar nicht in Ländern, in denen es keine Steckdosen gibt, und wenn ein Adapter mal überall, wenn auch nicht in Australien passt, dann hat er immer noch lange keinen 110/220-Volt-Konverter. So lange wir hier keine Lösung finden, brauchen wir uns über die echten Menschheitsprobleme (Umlautkodierung, Schnürsenkel gehen auf) überhaupt keine Gedanken zu machen.


01.06.2006 | 10:15 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Die Pole am Fenster


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Schon lange ist bekannt, dass man Schwanenbeine nur dann beim Schwimmen fotografieren kann, wenn man einen Polarisationsfilter verwendet, der das an der Wasseroberfläche reflektierte Licht ausblendet. Endlich gibt es das jetzt auch für Menschenbeine: Wie man bei NewScientist nachlesen kann, will die japanische Firma Micro Reactor System Co. offenbar noch in diesem Jahr Glasscheiben anbieten, deren Lichtdurchlässigkeit sich stufenlos regeln lässt, so dass man entweder alles sieht oder eben auch nicht. Das ist nicht nur dasselbe, was Science Fiction schon seit 1972 prophezeit, sondern endlich auch das endgültige Ende für alle Rolläden, Milchgläser, Gardinen, Duschvorhänge und sonstige Behelfskatastrophen, und somit ein Durchbruch auf dem Weg zu allgemeiner Erhabenheit und Grösse. Die Ausserirdischen werden stolz auf uns sein. Leider kann man die Fensterscheiben nicht nur durchsichtig bzw. sichtdicht einstellen, sondern zudem auch noch farblich tönen, also rot, gelb, blau, was, wie man sich unschwer vorstellen kann, zu abenteuerlich blödsinnigen Spielereien mit Fensterfarben führen muss. Warum kann nicht mal irgendwas einfach gar keine Probleme mit sich bringen.


01.06.2006 | 01:18 | Sachen kaufen

Superbol


Urlaub mit eigener Milchkaffeetasse (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

Niederländisches Milchkaffeetrinkerparadies (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Milchkaffeetrinker fühlen sich bekanntlich am wohlsten, wenn zwei Kellner ihr Milchkaffeegefäss ächzend herbeischleppen müssen. Vom niederländischen Designer Floris Schoonderbeek stammt diese – angeblich in den Niederlanden weit verbreitete – Endlösung der Kaffeetassenfrage. Ein Abkühlen des Inhalts unter Trinktemperatur wird durch eine holzbefeuerte Heizschlange (im oberen Bild vorne) vermieden. Die Dutchtub kostet in ihrer Standardausführung (6 attraktive Farben) 4.450 Euro, an Sonderzubehör sind verschiedene Transportanhänger und ein Aschenbecher erhältlich. Friss Staub, Bol!


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