Riesenmaschine

28.10.2006 | 06:25 | Anderswo | Supertiere | Sachen anziehen

Weisser Riese


Symbolbild, die Salamander sehen natürlich ganz anders aus. (Foto: 80415664@N00 / Lizenz)
Tiere, dem Menschen in vielem überlegen, machen oft schnell schlapp, wenn es an Trends, Gimmicks und Moden geht. Bisher zumindest. Eine Meldung aus Japan weist allerdings ganz neue Züge auf, die man der Tierwelt bislang so nicht zugetraut hatte – und vor allem nicht zu diesem Zeitpunkt. Bei Kitahiroshima, im japanischen Hochland, entdeckten Bauern gleich fünf Riesensalamander – alle samt und sonders in modischem Gothic Baby White gekleidet. Um einen Zufall, vermuten selbst Experten, handelt es sich eher nicht. Dagegen spricht die ungemein hohe Anzahl der gleichzeitig gefundenen, typähnlichen Riesensalamander. Noch will es so keiner sagen, noch drucksen die japanischen Zoologen etwas rum, offensichtlich ist es aber dennoch: In Sachen Mode muss sich der Mensch warm anziehen. Bald werden wir alle neben Ratten mit schrägen Mützen und Seidenschals und Ahörnchen in gestreiften Pullovern ganz schön alt aussehen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Gothic White


27.10.2006 | 19:02 | Anderswo | Supertiere

Vogel vögili lupus


Heil Dir, König Loon, bester Vogel der Welt.
Parkschwäne sind, zum ersten, berüchtigt dafür, dass sie anderen Schwimmvögeln auf den Kopf hauen oder sie anderweitig versenken, entweder um die Brotquote bei Rentnerbesuchen in die Höhe zu treiben, oder einfach so, aus Scheiss. Der rundum geglückte Supervogel Loon, zum zweiten, läuft und fliegt wie ein Idiot, spricht und taucht aber wie der Gott der Wälder des Nordens, und spiesst obendrein rumdümpelnde Futterkonkurrenten beim Auftauchen auf seinem spitzen Schnabel auf, ein Vogelschaschlik mit rotglühenden Äuglein. Von den Raubvögeln, die der Hunger zum Vogelraub treibt, mal ganz zu schweigen. All das aber bereitet den Vogelkundigen nur unzureichend auf den Anblick von Pelikanen in London vor, die lebende Tauben verschlingen. Dass ausgerechnet der harmlose Watscheltrottel Pelikan jetzt böse wird, lässt auf Vampirkolibris und Schockwellensittiche hoffen. Flugs bitte, uns ist langweilig.


27.10.2006 | 11:37 | Anderswo | Fakten und Figuren

Über Bandenwerbung


Kanada, angeblich
Die Firma Gizmodo macht uns auf eine Entdeckung von dieser Firma aufmerksam, nämlich um das nebenstehende Bild. Bei der Satellitenbildschleuder Google Maps unter circa 50° nördlicher Länge und ungefähr 110° westlicher Breite – Kenner der Materie wissen: es kann sich nur um Alberta in Kanada handeln -findet sich ein Indianerkopf in Riesengrösse gemeisselt in den Berg. Das sowieso nicht existierende Marsgesicht kackt doppelt ab. Denn der Indianer hat deutlich einen iPod-Kopfhörer im Ohr und ist so die mit weitem Abstand grösste Massnahme des GAM, des Giant Ambient Marketing. Und möge dieser Kopf auch irgendwie hingehackt und fälscherisch eingepflegt worden sein in Google Maps, eine neue Form der Werbung über Satelliten-Bande ist in die Marketinggeschichte geschleust worden. An dieser Stelle postulieren wir Google Maps-Werbeflächen auf Dächern und Bauern, die ihr Geld nicht nur über Subventionen verdienen, sondern auch durch eine logoorientierte Art des Mähens. Und wer weiss, vielleicht hat auch Werbestratege Hitler damals die Vorahnung von Google Maps geschickt ausgenutzt.


27.10.2006 | 03:13 | Anderswo | Alles wird besser

Weltraumrock


Fels, auf Rock, auf Gasbein.
Dass die Jugend uns über ist, ist nicht neu. Sie ist trinkfester, kommt wegen stetig steigender Prozessortaktraten sehr viel schneller von null auf hundert und ist ausserdem stets und gleichbleibend jünger und sieht besser aus als wir. Sie muss wohl auch klüger sein, denn warum sonst sollte die neunzehnjährige Daniella Della-Giustina aus Arizona kürzlich auf die Idee gekommen sein, auf Asteroiden zum Mars zu reiten, und nicht wir, die wir für dergleichen Quatsch doch wohl eigentlich zuständig sind. Beruhigend, dass das junge Ding offenbar aufgeblähte Gasbeine hat, die man unter einem ausladenden Rock verstecken und mit dicken Steinen beschweren muss, damit sie nicht hilflos an der Zimmerdecke baumeln, denn andernfalls wären wir ja komplett überflüssig. Aber gegen unsere Beine stinkt so schnell nichts an.


26.10.2006 | 18:48 | Was fehlt | Sachen kaufen

Kleidungsschuld und Kleidungssühne


Bild: vibramfivefingers
Das Praktische und Bequeme ist, ach, nicht immer das, womit man sich auf die Strasse trauen darf. Wie schön wäre es, in den Vibram Five Fingers (in Deutschland z.B. bei Globetrotter als Lizard Five Fingers erhältlich) zu wohnen und in mindestens drei von vier Jahreszeiten Fuss- und Gummifetischisten gleichzeitig glücklich zu machen – aber es geht nicht, der Ehrverlust ist zu gross. Heimlich, im Dunkeln könnte man sie tragen und damit zu Hause auf Wänden und Decke herumlaufen, das ist aber auch keine Lösung. Was fehlt, ist ein Ausgleichskleidungsstück von solchem Adel, dass es etwa die Five Fingers, Socken in Sandalen oder auch eine Krawatte mit Cartoonfiguren ohne weiteres neutralisieren könnte wie das Magnesiumhydroxid die Magensäure. Es müsste entsetzlich teuer und ungemein vielseitig sein und darf nicht an den Füssen getragen werden, denn dort muss Platz für die Five Fingers bleiben. Vorschläge?


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