Riesenmaschine

17.07.2005 | 22:58 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Schöne Geräte, die niemand braucht


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Zwei wirklich extrem nützliche Neuigkeiten aus Welt der Audio-Gadgets, deren Siegeszug sicherlich kaum noch aufzuhalten ist: Das Audiopad wandelt die Bewegungen von irgendwelchen Objekten auf einer flachen Oberfläche in Musik um, und erlaubt so einen "visuellen und fühlbaren Dialog zwischen dem Gerät, dem Musiker und dem Publikum". Großartig, denn endlich können auch Blinde Brettspiele erlernen. Ähnlich innovativ auch ein Produkt mit dem Namen "Connect...Draw...Remix. Dabei handelt es sich um eine Art interaktive CD-Hülle, die es erlaubt, beliebige Musik zu mixen, und zwar indem man mit einem Stift auf der CD-Hülle herummalt, die per USB an einen Computer angeschlossen ist. Spass für die ganze Familie, verspricht der Erfinder. Sowohl das Audiopad als auch dieses Musikmalgerät sind leider leider noch nicht auf dem Markt angekommen, dabei ist es so unzweifelhaft klar, dass Millionen Endanwender hechelnd darauf warten, um endlich, ja, vielleicht, mal sehen, irgendwas Bestimmtes damit zu tun.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


17.07.2005 | 15:39 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Sogar Solar


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Eine beliebte Riesenmaschine-Autorin entdeckte neulich zu ihrer Begeisterung, dass Hosen mit vielen Taschen an den Beinen einfach nicht mehr aussterben können, weil die Menschen inzwischen dutzende Gadgets mit sich herumtragen (Handy, iPod, Kamera, PDA, Blackberry, Diktiergerät usw.), die ja alle irgendwo verstaut werden müssen. Diese Geräte haben aber auch alle Akkus, deren Haupteigenschaft darin besteht, im falschen Moment (Handy: Pizza-Notruf, iPod: Fahrtantritt Transsib, Kamera: Terroranschlag) stets leer zu sein. Eventuell stirbt die polybeintaschige Hose trotzdem aus, denn dieser Solarrucksack der Firma Voltaic Systems bietet nicht nur für die Geräte Platz, sondern kann sie auch gleichzeitig noch aufladen. Jetzt braucht man nur noch die richtigen von ca. 400 Adaptern und ein Land, indem die Sonne scheint, und schon sind alle Akkuprobleme gelöst. Außer nachts.


17.07.2005 | 13:25 | Alles wird besser | Was fehlt

Hosenbeinforschung II – Kardan


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Das untenstehende Problem ist selbstverständlich längst gelöst – zumindest theoretisch. Der Prophet muss nicht mehr zum Berg, weil der Berg einfach abgeschafft wurde. Will sagen, Kette und Zahnkranz wurden durch einen Kardanantrieb ersetzt. Alle beweglichen und damit öligen Teile befinden sich in einer abgeschlossenen Kapsel. Kettenriss, Ritzelstress, Zahnkranzkrampf, das alles gehört der Vergangenheit an und ich könnte noch tagelang Loblieder singen, wenn man das dazu noch wunderschöne, minimalistische Fahrrad in Deutschland besorgen könnte. Aber ach, man kann nicht. Der dänische Hersteller Biomega ist telefonisch nicht zu erreichen, die relativ umfangreiche Berliner Händlerliste auf der Seite ist getürkt, bzw. in diesem Fall wohl gedänt, denn keiner der Händler wusste von seiner Erwähnung. Vielleicht ist das auch besser so alles, denn ein Kurzinterview mit dem Verantwortlichen von Manufactum, wo das Rad einst für kurze Zeit angeboten wurde, ergab eine nur geringe Käuferzufriedenheit.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Aus der Hosenbeinforschung


16.07.2005 | 14:31 | Anderswo | Alles wird besser

Fahren auf Pump


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Japan strikes once again. In der kleinen Osakaer Firma Nakano Iron Works hat man sich eine Erfindung ausgedacht. Eine Spezialnabe misst den Druck in den Reifen während der Fahrt und pumpt bei Druckabfall von selbst Luft hinein, und zwar durch die nebenstehend zu sehende, mäandernde Speiche und mit Hilfe der Drehbewegung des Rades. Der Reifendruck wird so konstant gehalten, und das spart Trittenergie und vieles mehr. Der größte Fahrradhersteller Japans, Bridgestone, hat das System bereits in eines seiner Fahrradmodelle eingebaut, das leider außerhalb Japans nicht verkauft wird. Wie man aber bei komplett plattem Reifen wieder Luft hineinbekommt, weil man dazu ja fahren müsste, bleibt ungeklärt.


15.07.2005 | 23:05 | Anderswo | Alles wird besser

Unsexxi Texxi

Dank SmartMobs erfahren wir, dass sich in England Taxi-Nutzer ab sofort zumindest theoretisch per SMS über eine zentrale Vermittlungsstelle zusammenschließen können, um so durch Taxiteilung Geld zu sparen; mehr dazu hier.

Mehr als ein sehr schlechtes Bild von einer Frau mit Vibrator ist aber momentan auf der Texxi-Website nicht zu finden. Vielleicht wartet man ja noch, bis sich genügend Nutzer zusammengeschlossen haben, dass sich die Erstellung einer richtigen Website lohnt.


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