Riesenmaschine

23.07.2005 | 02:56 | Anderswo | Alles wird besser | Zeichen und Wunder

Der erste Chinese im All?


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Bildungsfernsehen in Amerika, das klingt erstmal nach einem schlechten Scherz, jedenfalls bis man zum ersten Mal Mythbuster gesehen hat. Ziel dieser Show ist es, alle wirklich wichtigen Fragen der Welt zu beantworten, und zwar nicht etwa mit theoretischem Gerede oder langwieriger Recherche, sondern mit rücksichtsloser Empirie, also indem man es einfach mal ausprobiert: Wieviel Tischtennisbälle muss man wohl in ein gesunkenes Schiff pumpen, damit es wieder aufsteigt? (27000) Stirbt man wirklich, wenn in einem fliegenden Jet ein Schuss abgefeuert wird? (nein) Ist es gefährlich, bei Gewitter zu telefonieren oder gar zu duschen? (ja) Alle Experimente werden natürlich in Originalgröße aufgebaut und mit großer Ernsthaftigkeit betrieben, mit richtigen Flugzeugen, Schiffen, Blitzen, echten Raketen und Astronauten (siehe Bild), ganz abgesehen von Drogen, Zahnbürsten und natürlich Stinktieren. Die Hauptakteure von "Mythbuster" sind Adam Savage, der als Beruf "Sachen bauen" angibt, und Jamie Hyneman, Experte für Survival, Maschinen und gefährliche Tiere, beide nebenbei bemerkt für die Spezialeffekte von "Starwars" und "Matrix" verantwortlich. Mit unbegrenztem Budget große Sachen bauen und dann wieder kaputtmachen – es wäre wohl der schönste Beruf der Welt, wenn man nicht für die Riesenmaschine arbeiten würde.


22.07.2005 | 18:30 | Anderswo | Vermutungen über die Welt

Die Gummibärenfalle


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Klingt ja erst mal nicht schlecht, so eine Insel in Kanada als Preisausschreibengewinn. Bedenkt man aber, dass Kanada über derart viele Inseln verfügt, dass man praktisch jeder verkauften Gummibärchentüte ganz ohne Preisausschreiben eine beilegen könnte, dann erkennt man das ganze Projekt schnell als gemeinsame Problemlösung Kanadas (zu viele unbrauchbare Steine im Meer, auf denen nur menschenfressende Bären, aber keine Steuerzahler leben) und Haribos (Bedarf an preiswerten Preisausschreibengewinnen) auf Kosten des Gummibärchenkäufers. Spätestens der Hinweis auf der Rückseite "Und einen Flug für 2 Personen nach Halifax (Kanada) zur Inselübergabe" sollte misstrauisch stimmen, denn in Halifax herrscht nur etwa vier Tage im Jahr kein Winter. "Bei einer Inanspruchnahme des Preises", heißt es in den Teilnahmebedingungen, "wird der Gewinner Eigentümer der Insel. Aus dem Eigentum ergeben sich dann auch rechtliche Verpflichtungen und damit verbundene Folgekosten." Vermutlich bekommt man die Insel mit einer eisernen Kette ans Bein geschmiedet oder so. Wir nehmen dann doch lieber den zweiten Preis: 25 Jahre im sibirischen Ferienlager mit Animation durch professionelle Kräfte.


22.07.2005 | 11:56 | Anderswo

Google Moon


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)

Nach Google Maps und der noch mehr zum meditativen Herumspielen einladenden Herunterladversion Google Earth jetzt also auch noch Google Moon. Ein konsequenter Schritt, denkt man: die fuchsigen Google-Erfinder wollen frühzeitig gerüstet sein, wenn 2062 das erste Pizza Hut auf dem Mond eröffnet, und auch gleich eine Anfahrtskizze vorhalten können. Aber ach! Eitel Asche ist's mit der meditativen Mondoberflächenerkundung. Hinter der URL verbirgt sich eine Tribute-Site mit dem einzigen Zweck, an die erste bemannte Mondlandung am 20. Juli 1969 zu erinnern. Offensichtlich kann die NASA gerade jede erdenkliche Unterstützung brauchen. Jenseits der Satellitenbildkachel, die das Landeareal der diversen Apollomissionen abbildet, fällt man ins bodenlose flirrende Nichts des Weltalls. Danke, Google, uns unsere Geworfenheit und Unbehaustheit im Kosmos mal wieder so anschaulich vor Augen geführt zu haben, wie es Schopenhauer und Heidegger nur selten gelang.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Google Maps ohne uns


21.07.2005 | 19:09 | Anderswo | Alles wird besser | In eigener Sache

Toll: Riesenmaschine jetzt auch für Doofe

Nach zahlreichen ernüchterten Rückmeldungen verhinderter Riesenmaschineleser insbesondere aus der Werbebranche ("Unter riesenmaschiene.de steht ja gar nichts") haben wir uns nunmehr auch die Domain riesenmaschiene.de gesichert – denn es soll keiner sagen, wir würden unsere Leser nicht dort abholen, wo sie ratlos herumstehen. Das Konzept der Riesenmaschiene ist dem der echten Riesenmaschine nicht unähnlich, aber behutsam den Bedürfnissen der hoffentlich irgendwie andersbegabten Klientel angepasst.


20.07.2005 | 01:16 | Anderswo | Alles wird besser | Vermutungen über die Welt

Gute Idee: Retrotrend im Kriegsschiffbau


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Brisant: Die kanadische Flotte plant die Rückkehr zu bewährten Antriebskonzepten, um den Problemen der Zukunft (Stichwort Energiewende) auch militärisch gewachsen zu sein. Nebenstehendes Bild zeigt eine Brigantine in voller Takelung in der Nähe von Toronto. Gut zu erkennen sind die Luken für zahllose riesige Kanonenrohre. Geheime Dokumente sehen vor, ruhig das Ende der Erdölvorräte abzuwarten, um dann über den St.-Lawrence-Strom in den Atlantik vorzustoßen, und die hilflos herumdümpelnde US-Marine kurz vor Boston zu erledigen. Zeitgleich wird eine Stoßtruppe mit Pferden und Kampfbibern von Montreal aus ganz Massachusetts einnehmen. Das Projekt läuft unter dem Codenamen "Rache für 1812", in Erinnerung an den völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Kanada vor knapp 200 Jahren. In Europa hat nur Playmobil die Zeitenwende begriffen und bringt eine neue Version des Piratenkaperschiffes auf den Markt, mit schießender Kanone "Dicke Berta" und geräumigem Laderaum (für Schätze).


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