08.08.2005 | 15:40 | Zeichen und Wunder | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Geradezu rührend muten die rhetorischen Fragen auf den Plakaten der SPD an, auf denen der Wähler angespornt wird, sich inhaltlich mit dem Wahlkampf auseinderzusetzen. Nun muss man nicht gleich zum Lippenlesen einladen, um effektiv zu sein, doch irgendwie wird man durch die SPD Plakate unweigerlich an die angeblichen Warnungen auf amerikanischen Mikrowellengeräten erinnert. Die Schnittmenge zwischen den Leuten, die vorhaben, wirklich ihre Katze zum Trocknen in die Mikrowelle zu legen und denen, die Produktwarnungen aufmerksam lesen, wird relativ klein sein. Daher muss man kein Zyniker sein, um anzunehmen, dass wahrscheinlich ein Großteil der Leute, die nicht wissen, wofür "die anderen" stehen, nicht in die nächste CDU-Geschäftsstelle eilen werden, um das neueste Parteiprogramm zu studieren.
08.08.2005 | 14:28 | Berlin | Zeichen und Wunder
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Die Vorwahlzeit ist für den Bürger eine mühsame Zeit: Ständig gilt es Wahlplakate mit Bart und Brille zu verzieren. Umso mehr ist SPD-Direktkandidat Ahmet Iyidirli zu loben, der bereits fertig vorkonfiguriert in Umlauf kommt. (Ob er auch über einen schwarzen Schneidezahn auf Position 2-1 verfügt, wissen wir nicht.) Die so gewonnene Freizeit nutzen wir bitte, um über Herrn Iyidirlis Wunsch nachzudenken: "Ein Auto, das auch bei Regen fährt." Da muss sich doch was machen lassen! Die Riesenmaschine arbeitet dran.
05.08.2005 | 11:44 | Zeichen und Wunder | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Guido so: "Wo kommen immer die ganzen Kondome im Büro hin? Jetzt war schon wieder bloß noch eines übrig, aber ich hab das hier mal mit Copy+Paste gemacht, das merkt keiner. Und drüber schreiben wir: 'Für solche mit voll kleinen Schwänzen, für solche mit ganz normalen und für solche mit Riesendingern". Marcel so: "Nee, nee, nee. 'Für Versager, Realisten und Angeber' ist viel shmoover." Guido so: "Versager, hm, das könnte negative Emotionen beim Verbraucher auslösen. Wie sagt man denn zu diesen Typen mit den ganz winzigen Dingern? Hamsterficker? Frauen?" Marcel so: "Ach, keine Lust mehr, ich schreib da jetzt irgendeinen ausgedachten Quatsch hin, sagen wir ... 'Träumer', genau, Träumer, und wir machen erst mal Mittag. Die BzgA kauft doch sowieso alles, denk an das ganze andere Zeug, das wir da eingereicht haben." Guido so: "Super, Boss!"
04.08.2005 | 16:26 | Alles wird besser | Zeichen und Wunder
Über das Wetter sollte man nicht reden und schon gar nicht schreiben. In diesem Fall muss jedoch eine Ausnahme gemacht werden, geht es doch um die Möglichkeit, täglich mit einer Wetteransage beglückt zu werden. Genau, keine Wettervorhersage, sondern eine Wetteransage, eine Wetterzustandsbeschreibung aus einer der wahrscheinlich stabilsten Wetterregionen der Welt: Los Angeles. Täglich kann man David Lynch hier dabei beobachten, wie er aus dem Fenster seines Studios schaut, um einem das Wetter zu beschreiben. Diese tägliche Dosis Charme und Glück versöhnt einen wieder mit der letzten Lynchmeldung, der zufolge er zur Zeit sieben Milliarden Dollar an Spenden sammeln möchte, um überall in der Welt transzendentale Meditationszentren zu errichten, die ein gemeinsames Ziel haben: Weltfrieden.
04.08.2005 | 11:46 | Berlin | Zeichen und Wunder
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) Das grosse Weder-Noch, die Sommerhysterie, der Wahlkampf, ist für die nur noch zu Hitlisten oder Sportkommentaren fähigen Medien eine grandiose Gelegenheit, sich in der argumentativen Sackgasse von "Aber irgendeiner muss doch gewinnen!" zu verrennen. Muss gar nicht, denkt sich nämlich das Wahlvolk, vor allem dann nicht, wenn sich sämtliche Alternativen in ununterscheidbarer Unfähigkeit präsentieren. Fehlende Unterscheidbarkeit schlägt auch auf den politischen Guerilla-Wahlkampf durch: wo früher noch schwungvoll Hitlerbärtchen auf Wahlplakate gekritzelt wurden, hat jetzt eine neue Gelassenheit Einzug gehalten. Lässige Parolen auf Hauswänden in der Sommersonne, in Berlin, dem Zentrum der Nichtbewegung.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- separate Erhältlichkeit
- Feuerzeuge in Handgranatenform
- herumlaufende Igel
- schon wieder können
SO NICHT:
- Bautz'ner Brutzel-Sauce
- Vernichtungskopfschmerz
- hübsche Landminen
- schon wieder müssen
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Monsters vs. Aliens", Rob Letterman/Conrad Vernon (2009)
Plus: 1, 8, 49, 80, 93, 125, 126 Minus: 10 Gesamt: 6 Punkte
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