Riesenmaschine

11.06.2005 | 07:51 | Anderswo | Alles wird besser | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Xtreme Brewing

Gerüchte besagen, man könne jenseits des Atlantiks nur trübes amerikanisches Dünnbier aus vergilbten Dosen trinken. Dies ist eine grobe Vereinfachung. In Wahrheit nämlich gibt es nicht nur deutsches und tschechisches Bier, sondern auch belgisches und japanisches Bier, ungarisches Bier, thailändisches Bier, englisches Bier, fränkisches Rauchbier und kanadisches Hanfbier, "Outmeal Stout", "Organic Lager", "Cool Beer", "Honey Brown" und "Tankhouse Ale", um einige wenige Beispiele zu nennen. Und wenn man alldem nichts abgewinnen kann, dann besteht immer noch die Möglichkeit, sich z. B. bei "Fermentations" ein spezielles Bier nach eigenen Wünschen brauen zu lassen. Spezialität: "Xtreme Beers", mit vielversprechenden Namen wie "Thor's Hammer" (so bitter wie es nur geht) und "Hadrian's Wall" (so stark wie möglich). Einziger Nachteil, zugleich Warnung: Alle diese herrlichen Getränke enthalten Alkohol.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


11.06.2005 | 01:13 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser

Tools für die Fernbeziehung I

Michael Jeffersons Slumber Light ist ein Plexiglasblock mit einem Foto, durch einen Sensor unter dem Bett weiß, wann Person A schläft, um dann auf dem Nachttisch von Person B pulsierendes Licht abzugeben.
Prädikat: Kann man machen.

Die Networked Flowers der Studenten Doria Fan, Jason Kaufman und Mauricio Melo enthalten bis zu 25 LEDs und einen Berührungssensor. Farbe und Leuchtverhalten lassen sich via Web oder Handy fernsteuern, so dass man unterschiedliche "Blumengrüße" an den Besitzer verschicken kann.
Prädikat: Eklig.

Das F+R Hugs T-Shirt von CuteCircuit enthält Sensoren, die Druck, Körperwärme und Puls von Träger A zu Träger B übermitteln. F+R Hugs ist ein Bluetooth-Accessoire für Handys, die Java beherrschen.
Prädikat: Widerlich, aber ein Pluspunkt für Bluetooth-Einsatz. Lobenswert auch das Feature "If you don't need a hug you can switch it off."

Das schwedische RE:FORM Studio Göteborg hat im Dezember 2004 das Kissenpaar "Interactive Pillows" vorgestellt: Nimmt man eins der Kissen in den Arm, erwärmt sich das zweite Kissen und leuchtet in freundlichen, wechselnden Mustern.
Prädikat: Nachtleuchtende Kissen sind grundsätzlich ok.


11.06.2005 | 00:47 | Anderswo | Fakten und Figuren | Zeichen und Wunder

Kleingeld jetzt noch kleiner

Zunächst liest es sich wie ein Hoax, und dass Begriffe wie "Trigatron" im Text auftauchen, macht die Sache nicht besser: Der Kalifornier Brian Basura betreibt in seiner Garage ein Gerät, das mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes und etwa 10.000 Megawatt Energie Münzen schrumpfen lässt. In einem Wired-Beitrag vom Mai 2005 heißt es zur Erklärung, die Moleküle des Geldstücks rückten dabei ein wenig näher zusammen, was erst mal nachvollziehbar scheint – mit Kohle und Diamant verhält es sich schließlich nicht anders. Bei boingboing.net wird korrigiert: Da die Münzen aus Metall bestehen, seien es Atome, keine Moleküle, die da näher zusammenrückten. Vermutlich ist es aber, diese Erkenntnis verdanke ich einer Wette und dem anschließenden Googlemarathon, vielmehr so, dass die Münze zwar kleiner, aber auch entsprechend dicker wird. Die Erklärung auf der Teslamania-Website hilft in dieser Frage nicht wesentlich weiter. Rätselhaftes Kleingeld.


11.06.2005 | 00:16 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Wohnraum Invaders

Schön, wenn teure Designer sich allmählich den eigenen albernen Designvorstellungen fügen müssen, weil man in die entsprechende Alters-, wenn schon nicht Einkommensgruppe hineinwächst. Schöner-Wohnen-Elemente im begehrenswerten Retrospieldesign sind derzeit überall:

Zeitschriftenständer in Space-Invaders-Form, Luka Design: luka.co.il
Teppich mit Space-Invaders-Motiven, Dune, Ney York: dune-ny.com
Pacman-Teppich, Christopher Robin Nordström, Schweden: chrobin.com
Space-Invaders-Module für an die Wand, Blik Surface Graphics, Kalifornien: www.whatisblik.com/invader.html
Holzregal aus einzelnen Tetris-Blöcken, Brave Space, Brooklyn: bravespacedesign.com (platzsparend! gefüllte Regalreihen lösen sich in Luft auf!)

to be continued


09.06.2005 | 17:31 | Anderswo | Alles wird besser

delete!

Vom 6. bis zum 20. Juni läuft die Installation delete! des Kunsthistorikers Christoph Steinbrener und des Grafikers Rainer Dempf in der Neubaugasse, einer Einkaufsstraße in Wien. Zwei Wochen lang werden alle Werbeaufschriften, Reklameschilder, Piktogramme, Firmennamen und -logos einfarbig verdeckt. "Ein schrecklicher Verdacht", so Demp im Standard, "ist, dass die Leute es einfach nur für Werbung halten, weil sie sich gar nichts anderes mehr vorstellen können. Nach zwei Wochen erwarten sie sich eine Auflösung, was das Ganze denn war. Aber es kommt nix." Klar, dass die Künstler sich als "subversiv" und ihr Projekt als "Statement" bezeichnen. Aber vielleicht sieht es ja auch einfach ganz gut aus.


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"Zack and Miri Make a Porno", Kevin Smith (2008)

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