Riesenmaschine

18.07.2005 | 23:08 | Alles wird besser | Vermutungen über die Welt

Pentax ganz weit vorn


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Nebenstehende Mitteilung übersandte mir die sympathische Firma Pentax schon wenige Wochen und nur einen einzigen flehenden Brief, nachdem ich ihr die so ausgezeichnete wie formschöne Digitalkamera Pentax Optio S mit der Bitte um Reparatur zukommen ließ. Es scheint sich um ein innovatives, exotisches Kundenbindungsprogramm zu handeln, in dessen Rahmen man Geräte kostenlos repariert bekommt, die innerhalb der Garantiezeit einfach so kaputtgegangen sind. Fraglich, ob sich dieses Konzept, an dem Pentax ja wohl kaum wesentlich mehr als 0,00 EURO verdienen kann, gegen die herkömmliche Mitteilung, das erforderliche Ersatzteil koste exakt 98% des Geräteneupreises, durchsetzen wird, aber wir drücken die Daumen, waghalsige Firma Pentax!


18.07.2005 | 13:29 | Alles wird besser | Fakten und Figuren

Me too

Dass nichts auf der Welt so mächtig sei wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, wusste schon Victor Hugo. Kaum ist die Welt der Riesenmaschine ein paar Wochen am Draht, kündigt das Hamburger Trendbüro in seinem Newsletter an:

Das Hamburger Trendbüro und die Design- und Architekturausstellung ENTRY 2006
starten das neue Internetportal DesignKlicks.Unter designklicks.spiegel.de können sich Trend- und Designinteressierte auf die Suche nach einer neuen Ästhetik begeben.

Fotografen, Designer, Architekten, bildende Künstler und andere Kreative sind aufgerufen, hier ihre Arbeiten und gestalterischen Visionen zu veröffentlichen, im gesellschaftlichen Wertekosmos einzuordnen und von den Nutzern der Seite bewerten zu lassen.

Insbesondere die Bewertungs-Funktion zieht ganz im Sinne der "Schwarmintelligenz" neue Erkenntnisse aus der Expertise der Mehrheit, denn jeder Besucher der Seite ist zugleich auch Jurymitglied. Damit wird das Portal zu einer Börse, die zeigt, welche Ästhetik auf die größte Nachfrage stößt und sich zu einem ernstzunehmenden Trend entwickelt.

DesignKlicks visualisiert jedoch nicht nur aktuelle Ästhetik-, Design- und Bildsprachetrends, sondern dient in der weiteren Interpretation auch als Seismograph für sich verändernde gesellschaftliche Werte. Damit steht Entscheidern im Werbung, Produktentwicklung und Design ein neues, innovatives Tool für ihre Arbeit zur Verfügung.


Eine unmittelbare Konkurrenz für die Riesenmaschine dürfte daraus jedoch kaum erwachsen. Um die ambitionierte Kartografierung der ästhetischen Welt bewerkstellen zu können, ist die in die SPIEGEL-Maske eingepasste Website in Wall-to-wall-Flash gestaltet, was selbst für Menschen mit guter Internetanbindung beachtliche Ladezeiten nach sich zieht. Die Benutzerführung und Funktionalität ist derart kryptisch und verstiegen, dass nur Menschen mit einem auch sonst ausgeprägten Hang zur Business-Esoterik daran Gefallen finden dürften. Dennoch scheint die unter dem Label "Schwarmintelligenz" gepushte Collaborative-Filtering-Funktion auf wundersame Weise blendend zu funktionieren. So ist der unangefochtene Spitzenreiter in puncto neuer Ästhetik bzw. Bildsprachetrends derzeit ein zugegeben schon etwas älteres Bild von Helge Schneider aus dem Film "Texas". Wer hätte das gedacht?! Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Entscheider im Werbung, Produktentwicklung und Design tatsächlich an diesem neuen, innovativen Tool orientieren. Wir wünschen einstweilen viel Erfolg.


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)


18.07.2005 | 12:14 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Holz 2.0


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Die Zukunft liegt im Holz, und zwar mitten im Holz und das auch noch zwei Mal. Drei Designer (Transalpin) aus dem weltweit anerkannten Innovationsstandort Deutschland haben wood.e (PDF) entwickelt, ein Formholz, in das zwei stromführende Schichten Metall eingelassen sind. Mit Spezialschrauben lassen sich so an jedem Punkt auf dem Holz elektrische Geräte anschließen. Um das Ganze nicht in die (nicht gewünschte) Richtung Elektrischer Stuhl zu ziehen, liegt nur 12 Volt Spannung an. Kürzlich wurde das System "Living in a Box" entwickelt, der Prototyp eines Rundum-Möbels mit wood.e-Einsatz. Ob das Rundum-Möbel auch ein Rundumglücklich-Möbel wird, müsste man live testen. Kostenpunkt: wie üblich unbekannt. Aber gebogenes Holz sieht ja irgendwie immer teuer aus, und dann auch noch Next Generation Wood. Viel mehr als drei, vier Kleinwagen (aus Metall) wird es kaum kosten. Private Testberichte von interessierten Verbrauchern bitte per Mail.


17.07.2005 | 22:58 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Schöne Geräte, die niemand braucht


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Zwei wirklich extrem nützliche Neuigkeiten aus Welt der Audio-Gadgets, deren Siegeszug sicherlich kaum noch aufzuhalten ist: Das Audiopad wandelt die Bewegungen von irgendwelchen Objekten auf einer flachen Oberfläche in Musik um, und erlaubt so einen "visuellen und fühlbaren Dialog zwischen dem Gerät, dem Musiker und dem Publikum". Großartig, denn endlich können auch Blinde Brettspiele erlernen. Ähnlich innovativ auch ein Produkt mit dem Namen "Connect...Draw...Remix. Dabei handelt es sich um eine Art interaktive CD-Hülle, die es erlaubt, beliebige Musik zu mixen, und zwar indem man mit einem Stift auf der CD-Hülle herummalt, die per USB an einen Computer angeschlossen ist. Spass für die ganze Familie, verspricht der Erfinder. Sowohl das Audiopad als auch dieses Musikmalgerät sind leider leider noch nicht auf dem Markt angekommen, dabei ist es so unzweifelhaft klar, dass Millionen Endanwender hechelnd darauf warten, um endlich, ja, vielleicht, mal sehen, irgendwas Bestimmtes damit zu tun.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


17.07.2005 | 15:39 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Sogar Solar


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Eine beliebte Riesenmaschine-Autorin entdeckte neulich zu ihrer Begeisterung, dass Hosen mit vielen Taschen an den Beinen einfach nicht mehr aussterben können, weil die Menschen inzwischen dutzende Gadgets mit sich herumtragen (Handy, iPod, Kamera, PDA, Blackberry, Diktiergerät usw.), die ja alle irgendwo verstaut werden müssen. Diese Geräte haben aber auch alle Akkus, deren Haupteigenschaft darin besteht, im falschen Moment (Handy: Pizza-Notruf, iPod: Fahrtantritt Transsib, Kamera: Terroranschlag) stets leer zu sein. Eventuell stirbt die polybeintaschige Hose trotzdem aus, denn dieser Solarrucksack der Firma Voltaic Systems bietet nicht nur für die Geräte Platz, sondern kann sie auch gleichzeitig noch aufladen. Jetzt braucht man nur noch die richtigen von ca. 400 Adaptern und ein Land, indem die Sonne scheint, und schon sind alle Akkuprobleme gelöst. Außer nachts.


... 12 13 14 15 16 [17] 18 19 20 21 22 ...

*  IN DER RIESENMASCHINE


*  ORIENTIERUNG



Werbung
Werbung Ratgeber

*  SO GEHT'S:

- Gold und Silber

- Dampframmen

- Klemens Polatschek loben

- Adapter (Existenz)

*  SO NICHT:

- Pyjama anzünden, wenn man nicht schlafen kann

- menschliches Versagen

- Halbgares

- Adapter (Notwendigkeit)


*  AUTOMATISCHE KULTURKRITIK

"Sympathy for Lady Vengeance", Chan-wook Park (2005)

Plus: 12, 37, 42, 48, 80
Minus: 1
Gesamt: 4 Punkte


*  KATEGORIEN


*  ARCHIV