Riesenmaschine

29.07.2005 | 17:37 | Alles wird besser | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Jelly Belly Blödsinn

Wer schon immer mal wissen wollte, wie dieser "Wein" so schmeckt, von dem in letzter Zeit hin und wieder die Rede ist, der kann das mit Hilfe der Jelly-Belly-Beans-Weingeschmack-Nachstell-Anleitungen des amerikanischen "Wine X Magazine" ohne Umstände erfahren. Nämlich z.B. nach Schokoladenpudding, Blaubeeren, Vanille, Pflaume, Himbeere, Butterbrot, Kirsche und Pfeffer – einer Kombination, die einem "typischen kalifornischen Malbec" entspricht, den man mit einer Prise Dreck bzw. der Jelly-Belly Dreck-Bohne leicht in einen französischen Malbec verwandeln kann. Auf der Skala der sinnvollen und wohlüberlegten Produkte mit großem Nutzwert ist dieses Angebot in der extrem sympathischen hintersten, dunklen Ecke angesiedelt, für die sich die Riesenmaschine seit jeher brennend interessiert. Mal sehen, ob auch die anderen, ursprünglich aus dem Harry-Potter-Merchandise-Bereich stammenden "Bertie-Bott's"-Varianten der Jelly Beans den Sprung in den Mainstream schaffen – insbesondere "Vomit" böte sich im Zusammenhang mit der weinlosen Weinverkostung natürlich an.


29.07.2005 | 16:43 | Anderswo | Nachtleuchtendes | Was fehlt

Von der Orblosigkeit des Menschen

Warum, ach, Welt, ist es immer noch nicht möglich, in Deutschland das herrlichste aller herrlichen Geräte, den Ambient Orb zu betreiben? Und das, wo der Dollar gerade so günstig stünde! Immerhin gibt es das Gerät schon seit 2001, was die Behauptung des Herstellers, man wolle demnächst auch in Übersee aktiv werden, allmählich schamlos gelogen nicht mehr so richtig glaubhaft erscheinen lässt.

Mit einem solchen Ambient Orb könnte man sich auf wichtige Informationen wie "hurra, neue Beiträge in der Riesenmaschine", "hurra, neuer Spam" oder "hoppla, die Schweinebauchkurse sinken ins Bodenlose" durch dezentes Glimmen in einer von Fantastilliarden Farben aufmerksam machen lassen. Wenn man, ach, in den USA wohnte, wo der Ambient Orb kabellos an einem speziellen Ambient-Orb-Funknetz hängt. Zwar gibt es gegen Aufpreis ein Hardware Development Kit zu kaufen, mit dem das Ganze eventuell auch in Deutschland ... aber das sind doch unzumutbare Zumutungen.

Überall in der Dritten Welt werden teure amerikanische Medikamente gefälscht, amerikanische Filme raubkopiert, warum kann da nicht endlich jemand eine europataugliche Ambient-Orb-Fälschung auf den Markt werfen, wenn der Hersteller selbst schon nicht dazu in der Lage ist? Oder gar dasselbe in noch großartiger, also z.B. mit Bluetooth drin? Hm, Hersteller? Jemand zu Hause?


29.07.2005 | 15:36 | Berlin | Sachen kaufen | Vermutungen über die Welt

Zoofachhandel lernt von Handybranche

Bei den Handy-Carriern wedelt der Schwanz ja schon länger mit dem Hund: die für den Betreiber praktisch kostenlosen Gesprächsminuten sind richtig teuer, dafür wird ein tatsächlich richtig teures Handy für 1 Euro dazugelegt. Doch jetzt scheint auch der Kleintierhandel mit diesem etwas wirren Konzept nachzuziehen: Hier bekommt der Verbraucher zu einem simplen Drahtkäfig für unverschämte 86 Euro ein aufwändig hergestelltes (echt Fell!), subventioniertes Kaninchen als Dreingabe. Wo soll das enden? Bei Apple-Betriebssystemen, die zum Preis eines Betriebssystems einen kompletten Rechner enthalten?


29.07.2005 | 14:34 | Nachtleuchtendes | Sachen kaufen

Sternenhimmel uh oh

Der Weltraum – unendliche Weiten, bzw. manchmal auch nur in 3,10 Meter Entfernung. Das kugelförmige Gerät mit dem mitteleinfallsreichen Namen "Homestar" von Sega Toys bringt nicht nur schnöde die Welt ins Wohnzimmer, sondern projiziert das Universum an die Decke. Nicht das ganze Universum, aber immerhin 10.000 Sterne in der korrekten Verortung. Weitere Sternkarten können nachgeladen werden. Für knapp 20.000 Yen, also ca. 150 Euro, kommt das Gerät im August in Japan auf den Markt. Noch sympathischer wird einem das Gerät übrigens dadurch, dass es jeden R2D2-Lookalike-Contest gewinnen dürfte.


29.07.2005 | 13:52 | Anderswo | Selbstversuche

Sextremsport

Verdammt noch mal! Nachdem wir uns im letzten Sommer (angefixt durch einen Beitrag auf designboom.com) fest vorgenommen hatten, dieses Jahr zumindest in Delegationsstärke am jährlichen russischen Sexpuppenraftingwettbewerb "Bubble Baba Challenge" teilzunehmen, müssen wir heute erfahren, dass dieser allem Anschein nach bereits am morgigen Samstag in Losevo in der Leningrad-Region stattfindet. Dass uns das entgangen ist, mag zum Teil auch der etwas irreführenden Informationspolitik der Veranstalter geschuldet sein. Jetzt noch Flüge zu organisieren, dürfte schwierig werden. Da die Jungs von "MTV-Jackass" aber längst auf das Event aufmerksam geworden sind, angeblich sogar Johnny Knoxville und Steve-O an den Vorausscheidungen im Juni teilgenommen haben, besteht Hoffnung, dass diese sympathische neue Extremsportart demnächst sogar in heimischeren Gefilden anzutreffen sein wird.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Bay Watch


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