Riesenmaschine

29.12.2005 | 10:52 | Alles wird schlechter | Was fehlt

Wunschzettel 06: Das Gurkophon


Das Gurkitier kann das!
Während das Jahr nun bald zu Ende ist, sind es die Fragen an diese Zeit noch längst nicht. Als pars pro toto etwa diese: Warum ist Humor augenscheinlich eines der wichtigsten Kriterien für Produktdesigner von USB-Sticks, nicht aber für Handyentwickler? Warum kann man seine Daten längst auf einer Barbie oder einem Sushi-Röllchen speichern, jedoch nicht in eine Banane Gurke sprechen, mit einer mit Daumen und kleinem Finger zum Telefon geformten Hand telefonieren, in einen Müsliriegel brüllen oder ein Handy-Dildo (Wahnsinn: Doppelfunktion!) vibrieren sehen? Man ahnt: The best is yet to come. 2006, wir zählen auf dich.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Dahin führt unser Weg


10.12.2005 | 13:01 | Supertiere | Was fehlt

Ohne Harndrang ist das Leben schöner


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04.12.2005 | 15:54 | Anderswo | Alles wird schlechter | Sachen anziehen | Zeichen und Wunder

Fun ist ein Stahlgewitter

Während für eine der drei weltweiten Problemzonen (Ostdeutschland, USA, Naher Osten), nämlich den deutschen Osten, vorsichtige Entwarnung zumindest in Sachen Nazismus gegeben werden kann, erreicht uns aus den Vereinigten Staaten ein neuer Trend: Humor unter Nazis. Selbstironie und Satire bei den Glatzen und Gestrigen. Über ein Onlineversandhaus, das neben dem üblichen "Meine Ehre heisst Treue"- und "White Pride"-Schwachsinn ebenfalls immigranten- feindliche "Deport Pedro"- und "Border Control"-Shirts verkauft, sind auch recht pittoreske "Happy Hitler Girly-Shirts", Waffen-SS-Athletic-Club-Leibchen (siehe Bild) und "My Boss is an Austrian Painter"-Stossstangenkleber zu erwerben – allesamt Produkte, über die der gemeine Titanic-Leser und geistreiche Antifaschist lachen würde, wenn, ja: Wenn man eben nicht wüsste, dass es die Nazis selbst sind, die so in den "semiotischen Krieg" (Umberto Eco) ziehen. Die Subversion schlägt zurück und entstellt eben nicht mehr die Codes der Nazis, sondern die Subversion des humorigen Antifaschismus.
Jan Delay, Hamburger Rapper und Karl-May-Reggaemusiker, wusste da vor Jahren wohl schon mehr, als er in seinem Lied "www.hitler.de" (interessant, was Google dazu liefert) prophetisch sang: "Der böse Mann mit dem kleinen Bart ist noch gar nicht tot [...] aber das ist noch gar nicht das schlimmste, Mann: viel grausamer ist, dass er jetzt auch grinsen kann!" Also schnell noch mal darüber lachen, vielleicht muss man sich dafür ja in Bälde der Volksverhetzung bezichtigen lassen. Die Adresse des Versandhauses geben wir übrigens nicht preis, denn es gilt: Nazis linkt man im Leben, aber nicht im Netz.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: The kids are quite alright


30.11.2005 | 14:11 | Alles wird besser | Papierrascheln

Is This It?

Onlinemarketing ist, man kann es gar nicht oft genug betonen, eine ganz tolle Sache. Das Wundervolle daran ist, dass Onlinemarketing offenbar nicht nur wenig Hirnschmalz braucht Geld kostet, sondern auch noch zielgruppengenau auf Interessen und Vorlieben eingeht und so die Leserschaft alsbald zur Käuferschaft werden lässt. Das funktioniert – hex, hex – total gut und total einfach.
SPOILER für Marketingbudgetverwalter Um allerdings den Zusammenhang zwischen der New Yorker Band The Strokes (um die es in einem Bericht des Musikmagazins Intro geht) und Michael Hellbachs Werk "Brush Strokes, Zen-To-Day" (das unter eben jenem Text beworben wird, siehe Bild) zu verstehen, muss man sich schon etwas tiefer in die Logik des Zen einarbeiten. Ganz grob: Zen ist nichts, kann nichts, macht nichts, will nichts und gerade das ist es, was Zen so toll macht. Was selbst wiederum wie eine New-Economy-Idee klingt, erklärt nun tatsächlich den Zusammenhang zwischen New Yorker Rock und buddhistischem Pinselstrich: Es gibt ihn nicht. Bzw. gerade deswegen. Und damit funktioniert er jedenfalls ganz ähnlich wie Onlinemarketing.


28.10.2005 | 16:02 | Anderswo | Alles wird schlechter

Copy Kills Fascist

Dass sich die Testimonials des Nationalsozialismus weltweit äusserst grosser Beliebtheit erfreuen und weiterhin Menschen in ihren Bann ziehen, wurde bereits verschiedentlich dargelegt.
Dass aber auch die Idee und die Partei dahinter, der ideologische Rattenschwanz quasi, noch ihre Jünger haben, wird da gerne mal vergessen.
Beispiel Libanon: Hier feierte eine nationalistische, sozialistische Partei namens, ausgerechnet, PNSS überraschende Erfolge. Die in den 1930ern gegründete Partei ist nicht einmal eine faschistische Partei im Sinne des deutschen Nationalsozialismus. Ähnlichkeiten in der Ideologie sind – wenig überraschend – allerdings nicht zu vermeiden.
Selbiges gilt für das Erscheinungsbild der Partei, die sog. Corporate Identity. Und dass die vier Ärmchen des Windrades für Freiheit, Pflichterfüllung, Disziplin und Stärke stehen und damit nur knapp an den deutschen Tugenden vorbeisegeln – geschenkt! Ganz offenbar: Ein weiterer Fall von schlimmer, schlimmer Produktpiraterie!
Auch wenn diese Meinung aktuell in Deutschland eher schwach repräsentiert wird, ist der Nationalsozialismus samt seiner Logos (Hakenkreuz, SS) eine der stärksten deutschen Marken. Gerade in Zeiten, in denen DaimlerChrysler schwächelt, ein Pfund, mit dem man sich nicht zu gut sein sollte zu wuchern.

Heute Deutschland – morgen die ganze Welt, übermorgen allerdings nur noch der Rest der Welt, und der auch noch nur mit einem billigen Abklatsch. So, liebes Deutschland, geht's nicht weiter.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Der Fuehrer-Hof in Busan


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