18.07.2005 | 12:14 | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Die Zukunft liegt im Holz, und zwar mitten im Holz und das auch noch zwei Mal. Drei Designer (Transalpin) aus dem weltweit anerkannten Innovationsstandort Deutschland haben wood.e (PDF) entwickelt, ein Formholz, in das zwei stromführende Schichten Metall eingelassen sind. Mit Spezialschrauben lassen sich so an jedem Punkt auf dem Holz elektrische Geräte anschließen. Um das Ganze nicht in die (nicht gewünschte) Richtung Elektrischer Stuhl zu ziehen, liegt nur 12 Volt Spannung an. Kürzlich wurde das System "Living in a Box" entwickelt, der Prototyp eines Rundum-Möbels mit wood.e-Einsatz. Ob das Rundum-Möbel auch ein Rundumglücklich-Möbel wird, müsste man live testen. Kostenpunkt: wie üblich unbekannt. Aber gebogenes Holz sieht ja irgendwie immer teuer aus, und dann auch noch Next Generation Wood. Viel mehr als drei, vier Kleinwagen (aus Metall) wird es kaum kosten. Private Testberichte von interessierten Verbrauchern bitte per Mail.
17.07.2005 | 15:39 | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Eine beliebte Riesenmaschine-Autorin entdeckte neulich zu ihrer Begeisterung, dass Hosen mit vielen Taschen an den Beinen einfach nicht mehr aussterben können, weil die Menschen inzwischen dutzende Gadgets mit sich herumtragen (Handy, iPod, Kamera, PDA, Blackberry, Diktiergerät usw.), die ja alle irgendwo verstaut werden müssen. Diese Geräte haben aber auch alle Akkus, deren Haupteigenschaft darin besteht, im falschen Moment (Handy: Pizza-Notruf, iPod: Fahrtantritt Transsib, Kamera: Terroranschlag) stets leer zu sein. Eventuell stirbt die polybeintaschige Hose trotzdem aus, denn dieser Solarrucksack der Firma Voltaic Systems bietet nicht nur für die Geräte Platz, sondern kann sie auch gleichzeitig noch aufladen. Jetzt braucht man nur noch die richtigen von ca. 400 Adaptern und ein Land, indem die Sonne scheint, und schon sind alle Akkuprobleme gelöst. Außer nachts.
17.07.2005 | 13:25 | Alles wird besser | Was fehlt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Das untenstehende Problem ist selbstverständlich längst gelöst – zumindest theoretisch. Der Prophet muss nicht mehr zum Berg, weil der Berg einfach abgeschafft wurde. Will sagen, Kette und Zahnkranz wurden durch einen Kardanantrieb ersetzt. Alle beweglichen und damit öligen Teile befinden sich in einer abgeschlossenen Kapsel. Kettenriss, Ritzelstress, Zahnkranzkrampf, das alles gehört der Vergangenheit an und ich könnte noch tagelang Loblieder singen, wenn man das dazu noch wunderschöne, minimalistische Fahrrad in Deutschland besorgen könnte. Aber ach, man kann nicht. Der dänische Hersteller Biomega ist telefonisch nicht zu erreichen, die relativ umfangreiche Berliner Händlerliste auf der Seite ist getürkt, bzw. in diesem Fall wohl gedänt, denn keiner der Händler wusste von seiner Erwähnung. Vielleicht ist das auch besser so alles, denn ein Kurzinterview mit dem Verantwortlichen von Manufactum, wo das Rad einst für kurze Zeit angeboten wurde, ergab eine nur geringe Käuferzufriedenheit.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Aus der Hosenbeinforschung
16.07.2005 | 14:31 | Anderswo | Alles wird besser
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Japan strikes once again. In der kleinen Osakaer Firma Nakano Iron Works hat man sich eine Erfindung ausgedacht. Eine Spezialnabe misst den Druck in den Reifen während der Fahrt und pumpt bei Druckabfall von selbst Luft hinein, und zwar durch die nebenstehend zu sehende, mäandernde Speiche und mit Hilfe der Drehbewegung des Rades. Der Reifendruck wird so konstant gehalten, und das spart Trittenergie und vieles mehr. Der größte Fahrradhersteller Japans, Bridgestone, hat das System bereits in eines seiner Fahrradmodelle eingebaut, das leider außerhalb Japans nicht verkauft wird. Wie man aber bei komplett plattem Reifen wieder Luft hineinbekommt, weil man dazu ja fahren müsste, bleibt ungeklärt.
15.07.2005 | 19:43 | Anderswo | Supertiere
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Japan ist ein nieversiegender Quell wirrer Produkte und damit endloser Heiterkeit. Ein weiterer Schlag ins Gesicht der Freudlosigkeit ist die abgebildete Produktpalette. Es handelt sich, leicht erkennbar, um Sushi. Bis hierhin hätte diese Information in Deutschland bis etwa 1967 Neuigkeitswert gehabt. Es handelt sich jedoch um keinesfalls essbares Fakesushi aus Polyurethan. Das Unternehmen Asahi Food Sample Manufacturing Ltd. stellt in liebevoller Handarbeit lackiertes Plastiksushi her. Und jetzt der überraschende Turn von der japanischen Abgedrehtheit hin zum logischen, soziokulturell nachvollziehbaren Produkt. In Japan wird seit 80 Jahren künstliches Essen hergestellt. Gerade im Fall Sushi war das notwendig, weil Sushi in Japan als Arme-Leute-Speise galt. Und diese Menschen konnten oft nicht lesen (japanisch ist ja schwierig), wollten aber trotzdem wissen, was sie in der Speisehalle zu essen kaufen. Dafür wurden Auslagen mit Essen aus bemaltem Holz benutzt. Nachvollziehbar, irgendwie. Ob das jetzt ein Grund ist, künstliches Sushi für zu Hause zu bestellen, wie die Website Goods from Japan nahelegt, ist eine andere Frage.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Futtergrosshändler "anfüttern"
- Schraubverschluss
- Pritt-Stift (praktisch)
- sibirisches Feh
SO NICHT:
- Lethargie
- unhaltbare Unterstellungen (gehört sich nicht)
- Klobrille zerbrochen, Elektriker rufen
- No-go-Area im Kühlschrank
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Terra Formars", Takashi Miike (2016)
Plus: 7, 8, 11, 22, 26, 35, 42, 54, 64, 66, 73, 80, 89, 96, 97, 111, 123, 126 Minus: 28, 196, 218, 219 Gesamt: 14 Punkte
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