Riesenmaschine

10.07.2011 | 12:34 | Anderswo | Papierrascheln

Reichtum für Reichlin


Foto: Johannes Puch
Der Automatische Literaturkritik Preis der Riesenmaschine wurde dieses Jahr öfter denn je verliehen, nämlich ungefähr vier Mal hintereinander an den Berlinschweizer Linus Reichlin. Zwecks Inflationsausgleich war er erstmals zusätzlich zu den 500 Euro mit fünf Bonbons unterschiedlicher Geschmacksrichtungen dotiert. Reichlin führte mit sieben Punkten klar vor dem Zweitplatzierten Steffen Popp (fünf Punkte). Zwei Punkte gingen an Thomas Klupp, je ein Punkt an Gunther Geltinger und Maximilian Steinbeis. Reichlins Gewinnertext "Weltgegend" kann unter anderem mit dem seltenen Doppelpluspunkt 42 (Schusswaffengebrauch, doppelt, weil automatische Waffen) und dem dieses Jahr nur zwei Mal vergebenen Punkt 44 (Vögel, die keine Rabenvögel sind) aufwarten. Die Redaktion zieht sich zufrieden an den Badesee zurück.

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, Tag 2, Tag 3
Kriterienliste


09.07.2011 | 10:09 | Anderswo | Papierrascheln

Automatische Literaturkritik Preis 2011, Tag 3

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, 2011, Tag 2
Kriterienliste

#11: Leif Randt, "Schimmernder Dunst über CobyCounty" (Auszug)
Plus: 1, 2, 18, 25, 38
Minus: 3, 27, 30, 49, 50, 94
Gesamt: -1 Punkt
Korrekturen: Pluspunkte 18 und 38 nachgetragen.

#12: Anne Richter, "Geschwister"
Plus: 1, 2, 7
Minus: 4, 14, 22, 33, 40, 42, 43, 50, 60, 67
Gesamt: -7 Punkte
Korrektur: Pluspunkt 7 nachgetragen

#13: Michel Božiković, "Wespe"
Plus: 1, 2, 7, 10, 18, 21, 29, 46
Minus: 3, 15, 17, 27, 85, 120, 130, 136
Gesamt: 0 Punkte
Korrektur: Pluspunkt 7 nachgetragen

#14: Thomas Klupp, "9to5 Hardcore" (Romanauszug)
Plus: 1, 2, 3, 7, 36
Minus: 20, 58, 130
Gesamt: 2 Punkte

Kathrin Passig, Angela Leinen | Dauerhafter Link | Kommentare (11)


08.07.2011 | 10:25 | Anderswo | Papierrascheln

Automatische Literaturkritik Preis 2011, Tag 2

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1
Kriterienliste

#6: Linus Reichlin: "Weltgegend"
Plus: 1, 2, 7, 13, 18, 21, 27, 29, 42 doppelt, 44
Minus: 3, 43, 59, 60
Gesamt: 7 Punkte
Korrekturen: Zweiten Punkt für automatische Waffen bei Pluspunkt 42 nachgetragen.

#7: Maja Haderlap: "Im Kessel"
Plus: 1, 2, 7, 18, 21, 25 doppelt, 42
Minus: 3, 15, 22, 27, 39, 43, 50, 60, 94
Gesamt: -1 Punkt
Korrekturen: Minuspunkt 27 nachgetragen, Minuspunkt 42 war eigentlich Pluspunkt 42, ausserdem hatte ich mich beim Zusammenzählen verrechnet.

#8: Julya Rabinowich: "Erdfresserin"
Plus: 1, 2, 7
Minus: 15, 17, 67, 88, 92, 94, 99, 107
Gesamt: -5 Punkte

#9: Nina Bussmann, "Grosse Ferien"
Plus: 1
Minus: 3, 57, 136
Gesamt: -2 Punkte

#10: Steffen Popp: "Spur einer Dorfgeschichte"
Plus: 1, 2, 3, 5, 7, 17, 18, 32, 35, 37, 44
Minus: 38, 39, 41, 60, 85, 96
Gesamt: 5 Punkte
Korrekturen: Minuspunkt 96 nachgetragen, Minuspunkt 12 wieder entfernt, Pluspunkte 17, 18, 32 und 37 nachgetragen.

Kathrin Passig, Angela Leinen | Dauerhafter Link | Kommentare (11)


07.07.2011 | 10:01 | Anderswo | Papierrascheln

Automatische Literaturkritik Preis 2011, Tag 1

Hier kommt vielleicht noch ein Foto und irgendeine Vorrede hin. Falls wir Punkte übersehen haben, was eigentlich immer vorkommt, bitte in den Kommentaren nachreichen.

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
Kriterienliste

#1: Gunther Geltinger, "Auszug aus einem Roman"
Plus: 1, 2, 7, 25, 26, 31, 33, 45
Minus: 3, 5, 45, 89, 94 doppelt 136
Gesamt: 1 Punkt

#2: Maximilian Steinbeis, "Einen Schatz vergraben"
Plus: 1, 2, 4, 7, 10, 27, 32
Minus: 3, 5, 9 doppelt, 14, 22
Gesamt: 1 Punkt

#3: Daniel Wisser, "STANDBY"
Plus: 1, 2, 7, 35, 38
Minus: 73, 85, 92, 94 doppelt, 113, 137
Gesamt: -2 Punkte
Korrekturen: Pluspunkt 38 und Minuspunkt 113 nachgetragen

#4: Anna Maria Prassler: "Das Andere"
Plus: 1, 2, 4, 7
Minus: 4, 5, 22 doppelt, 23, 59, 80, 94, 118 doppelt, 125
Gesamt: -6 Punkte
Korrektur: Zweiten Punkt bei -118 nachgetragen.

#5: Antonia Baum: "Vollkommen leblos, bestenfalls tot"
Plus: 1, 7, 36
Minus: 17, 75, 92, 94
Gesamt: -1 Punkt

Kathrin Passig, Angela Leinen, Clemens Setz | Dauerhafter Link | Kommentare (3)


29.03.2011 | 18:12 | Anderswo | Alles wird besser | Essen und Essenzielles

Milchbar


Verdichtung durch Doppelnutzung: Gartenbeiz trifft Nachtclub
Zürich, so hört man in Zürich immer wieder, habe die "höchste Clubdichte" aller Europäischen Städte. Der Tourismusverein wird ebenso wie das Stadtmarketing nicht müde, dies zu betonen, auch in Informationsbroschüren für ausländische Studenten und ähnlichen Publikationen findet sich die Information immer wieder. Die "Clubdichte" übertreffe jene von Millionenstädten wie London, Berlin, Tokyo oder auch Los Angeles bei weitem. Wer das Nachtleben von Zürich kennt, beginnt da automatisch darüber nachzudenken, was denn "Clubdichte" überhaupt für eine Messgrösse sein soll und ob nicht, jetzt mal rein mathematisch betrachtet, die Clubdichte in einem kleinen Dorf, in dem in einem Stall ein Countryschuppen betrieben wird, sogar noch unfassbar viel höher ist als in Zürich. Und ob die jeweiligen Statistikämter anderer Städte überhaupt eine Veranlassung sehen, diesen Messwert zu ermitteln. Aber vermutlich will das offizielle Zürich mit dieser Angabe auch nur Neid hervorrufen, Neid und Eifersucht in London, Berlin, Tokyo und Los Angeles.

Doch neidische oder wenigsten anerkennende Reaktionen zum Zürcher Nachtleben bleiben aus diesen Städten ebenso beharrlich wie rätselhafterweise komplett aus. Und so besinnt sich Zürich wieder auf das, was es vielleicht tatsächlich eine Spur besser kann als andere Städte: Vernunft, Nachhaltigkeit und eine Art von egalitärem Zugang zur Stadt für alle. Weil nämlich diese ganzen schönen Club-Räumlichkeiten tagsüber nie und zum Teil sogar nur am Wochenende benutzt werden, bietet es sich ja nun an, dort eine temporäre Nutzung anzubieten und zwar für alle; also auch für solche Stadtbewohner, die einen Club sonst nie betreten würden. Und so hat eine Gruppe von Künstlern eine mobile Küche gebaut und ein paar Bierbänke gekauft. Damit tingeln sie unter dem Label Milchbar Zürich durch die Zürcher Clubs, wo sie in der etwas unwirklich anmutenden Atmosphäre eines Clubs zur Mittagszeit ein Menu anbieten, wie es kostengünstiger in Zürich nirgends zu haben ist. Und so hat Zürich vielleicht bald einmal nicht nur die höchste Clubdichte Europas, sondern auch die am dichtesten genutzten Clubs. Und vielleicht klappts ja dann auch mal mit dem Neid aus anderen Städte; zumindest dürften Gastronomen aus Berlin schon mal neidisch darauf sein, dass der Zürcher ein Mittagessen für 10Sfr. (knapp 8€) als wirklich richtig günstig, ja geradezu spottbillig, empfindet.


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Minus: 7, 43, 99, 118, 138, 166, 183, 184, 202, 214 doppelt
Gesamt: 1 Punkt


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