Riesenmaschine

13.01.2008 | 15:54 | Berlin | Alles wird schlechter | Fakten und Figuren

Sind Zwerge die besseren Eisenbahner?


Ein Modellbahnbahnhof, in dem möglicherweise ein Modellbahnanlagenmodell steht. Noch.
(Foto: wiseguy71) (Lizenz)
Der aktuellen Berliner Zeitung ist zu entnehmen, dass die Deutsche Bahn alle vier in Berliner Bahnhöfen aufgestellten Modellbahnanlagen abschaffen will. Eine bestürzende Nachricht. Denn zwar ist gegen generelles und kopfloses Rumändern an sich natürlich nichts einzuwenden – doch gehört die Miniaturnachbildung des eigenen Lebensumfelds zu den fürnehmsten und edelsten Dingen, die der Mensch überhaupt tun kann, ja eigentlich ist sie es, die den Menschen erst von den Tieren unterscheidet (ausser den Bibern). Bitter ist die Nachricht auch für die Anlagenaufstellerfirma, die gerade erst die Modelle in einer kostspieligen Umbaumassnahme durch zeitgemässe Windräder ergänzt hatte. Zu den Gründen äussert sich die Bahn derweil nur ungenau, man wolle mehr Platz für andere Dinge schaffen, so heisst es. Die wahre Ursache scheinen aber eher Sicherheitsbedenken zu sein: Unerklärlicherweise ist es seit Jahren nicht möglich, den Brand in der Spandauer Modellbahnanlage zu löschen.


01.01.2008 | 22:12 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt

Wunschzettel 2008: In Modulen handeln


Zum Beispiel hier.
(Foto: marmouzet) (Lizenz)
Das Park- und Grillmüllproblem ist in Berlin nur unzureichend gelöst. Allerdings würde eine Erweiterung der dafür vorgesehenen Behälter nichts bringen, weil in sie immer zu wenig reinpasst, ganz egal, wie gross sie sind. Wesentlich sinnvoller wären hingegen auswechselbare Rasenflächen: Morgens um fünf wird der Rasen wie ein grosses Tischtuch an den Ecken genommen, mit dem ganzen Müll zu einem grossen Knäuel verknotet und fachgerecht entsorgt. Danach legt man einfach einen neuen Rasen auf den Park, fertig. Für 2009 wünschen wir uns dann eine Ausweitung dieses Prinzips auf Strassen und Bürgersteige.

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30.12.2007 | 17:31 | Berlin | Was fehlt

Wunschzettel 2008: Nachtaktivenhaus


Wer weiss, was es für Tiere geben
mag in diesem Zoo? Wir schon mal nicht.
(Foto: Allan Ferguson / Lizenz)
Der Berliner Zoo verfügt über ein Nachtaktivenhaus für nachtaktive Tiere, die man aber nur tagsüber besichtigen kann – nachtaktive Besucher müssen draussen bleiben. Was fehlt, ist eine ab 18:00 geöffnete Abteilung, in der für die tagaktiven Tiere die Nacht zum Tag gemacht wird. Die entstehenden Stromkosten gleichen sich aus, indem man für die nachtaktiven Tiere hier einfach alles genauso lässt, wie es ist. So könnten wir 2008 endlich auch mal diesen Zoologischen Garten sehen, von dem man immer so viel hört.

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29.12.2007 | 14:17 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt | Listen

Wunschzettel 2008: Berlin ans Meer


Geht doch.
Schon viele haben es gefordert, wir jetzt also auch: Berlin braucht endlich Berge und Meer direkt neben der Stadt. Beim Thema Meer ist das einfach, die Zeit arbeitet für uns, denn wenn der Meeresspiegel noch um rund 30 Meter steigt, wird Berlin zur Küstenstadt – weshalb der geplante Neubau des Vattenfall-Steinkohlekraftwerks Klingenberg vorbehaltlos unterstützt werden sollte. Für Berge müsste man sich hingegen auf die Plattentektonik verlassen, ein langer, zäher und nicht besonders zuverlässiger Prozess. Hier sind die Parteien gefordert.

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28.12.2007 | 17:27 | Berlin | Alles wird schlechter | Zeichen und Wunder

Noch ein ganz anderer Tag in der Firma


Bremerhaven (Honolulu) (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Vizepräsident Sasel hatte die Abteilung "Forschung & Entwicklung" komplett umstruktieren lassen; sie hiess jetzt "Entwicklung & Forschung". Auch Büschelings Abteilung "Innovation" erschien Sasel zu wenigversprechend und wurde in "Innovationen" umbenannt. Büscheling sah sich dadurch erheblichem Erwartungsdruck ausgesetzt, reagierte jedoch vorbildlich und lobte nach einer achtmonatigen Motivationsevaluationsstudie eine Hawaiiinseltour für den innovationsfreudigsten Mitarbeiter aus. Das Resultat konnte sich durchaus sehen lassen: Kellerbach hatte eine Erweiterung für die Navigationssoftware geschrieben, mit der man Start und Ziel gleichzeitig eingeben konnte – für den Fall einer Rundreise. Nachdem Zeisel aus der Planungsplanung in einem Nutzerscanning hatte feststellen können, dass das mit Abstand beliebteste Navigationsreiseziel Baden-Baden in Baden war, zögerte Büscheling keine Minute, die Learnings daraus direkt implementieren zu lassen. Kellerbach schwärmte noch lange von Mauna Loa.

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