06.08.2005 | 00:51 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Was dem Baum die Angsttriebe, das sind dem rundherum von der Konkurrenz bedrängten, aber nicht mit guten USP-Ideen gesegneten Unternehmer die Verzweiflungsfeatures. Schon jetzt ein Klassiker ist etwa das im März vorgestellte Senso: ein Auto mit sensorischen Fähigkeiten, das die biometrischen Daten des Fahrers misst und dann "mittels Mustern, Farben, Musik und Düften positiv auf den Lenker" wirkt. Aktuellstes Beispiel: das "erste Coffein-Shampoo der Welt" von Alpecin. Thinkgeek hat das zwar schon mit der Shower Shock Caffeinated Soap vorgemacht, aber herrje, Alpecin! Das war doch nur ein Witz!
06.08.2005 | 00:14 | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Vom Taufliegenmännchen lernen heisst siegen lernen, denn das Taufliegenmännchen bringt seiner Partnerin einen fetten Leckerbissen mit, wenn es kopulieren möchte: "Mit etwa 170 Sekunden dauerte die Vereinigung am längsten, wenn das Weibchen währenddessen einen grossen, saftigen Futterbrocken umfangen hielt, an dem es saugen konnte. Am wenigsten Erfolg stellte sich bei einem kleinen, ungeniessbaren Geschenk ein.", so steht es in GEO 06/2005 zu lesen. Zwar lassen sich beim menschlichen Weibchen mitunter auch und gerade mit kleinen, ungeniessbaren Geschenken (vgl. Engadget, Gizmodo passim) gewisse Erfolge erzielen, aber wer kein Risiko eingehen will, setzt auf die neuen Mega-M&Ms. Paarungszeitverlängerungen von 45% (Erdnussvariante) bis 65% (normale Variante) liegen im Rahmen des Möglichen.
05.08.2005 | 04:02 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Was kann man wohl mit alten Plastikflaschen machen? Eine mehr als berechtigte Frage. Gut, dass zumindest die Casemodder-Szene Antwort weiß: Man kann daraus prima Ansaugstutzen für Computerkühler basteln! Leider sieht das meist eher so nach alter Plastikflasche aus, und da, wie die Casemodder richtig feststellen, auch bei Kühlern "Emotionen mit im Spiel sein können", schlagen wir vor, stattdessen ein fast brandneues Gerät namens "Rocket" zu verwenden – links Komplettansicht vor geschmackvoller Sofaecke. Dieser leuchtende Superdildo stammt von der Firma Thermaltake, die bei Casemoddern übrigens einen exzellenten Ruf genießt, und enthält ein vier Kilo schweres, flüssigkeitsgestütztes Hochleistungskühlsystem, das überraschenderweise nur für den Computer gedacht ist, und nicht für das heimische Atomkraftwerk. Tipp: Die alten Plastikflaschen dann vielleicht doch einfach wegwerfen.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Google im Juli
03.08.2005 | 10:46 | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Ja, ich gebe zu, ich wurde bestochen, gekauft und korrumpiert. Weil ich eh ein neues Handy brauchte und mit dem Gerät für eine Modestrecke in der Musikzeitschrift Intro posierte, bekam ich nun das neue Sony-Ericsson Walkman-Handy "W800i" zugeschickt. Die Modestrecke handelte vom NBI im Berlin und den Menschen, die dort Veranstaltungen machen. Urbane Szenechecker als Testimonials, quasi. Das Handy spielte dabei die Rolle des Alleskönners und täglichen Begleiters, nicht so sehr wegen seiner Organizer-Funktionen und der integrierten Zwei-Megapixel-Kamera, vielmehr wegen seines Walkman-Features, das es zum iPod light macht und an die glorreiche Zeiten der Audiocassette anknüpfen soll, als Sony noch synonym für mobile Musik stand. Bei Inbetriebnahme entpuppt sich das schmucke Ding denn auch weniger als veritables Business-Handy, denn als Teenie-Tool: Kein einziger normaler Klingelton verfügbar, stattdessen die komplette Jamba-Hölle vorinstalliert. Ebenso eine ganze Batterie pastelliger Bildschirmhintergründe und Screensaver mit Diddlmaus-Appeal. In der Musikrubrik Tonnen von Disco- und NuMetall-Kloppern, die offensichtlich auf diesem Weg in die Charts befördert werden sollen. Hat man erst einmal den ganzen Schrott gelöscht und sich mit den Basiseinstellungen vertraut gemacht, erweist sich das Ding als durchaus alltagstauglich und selbst der Musikupload mit Platz für ca. zehn Alben vermag zu gefallen, wenn man bis dahin keinen iPod besessen hat. Vor allem aber überzeugt das etwas versteckte UKW-Stereo-Radio mit Sendererkennung und fantastischer Klangqualität.
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Schon seit geraumer Zeit propagiere ich UKW-Radios – zum Beispiel das von "elta" für 5,99 € bei Saturn – als bessere und billigere iPod-Alternative. Hier markiert das "w800i" noch einmal einen deutlichen Qualitätssprung. So höre ich jetzt auf Schritt und Tritt Deutschlandradio, Nachrichten im Halbstundentakt, die vorher und nachher noch einmal zusammengefasst werden, und weiß am Ende eines langen Tages, was "wirklich läuft" und vor sich geht in der Welt. Und die Musikauswahl von zum Beispiel Motor.fm schlägt auf Dauer jede 30GB-Festplatte. Lest meine Lippen: UKW ist das neue iPod! Und dank des "W800i" demnächst vielleicht sogar bald auch im Kinderzimmer ...
02.08.2005 | 21:59 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Das Getränke-Triplett heute auf der Riesenmaschine wird vervollkommnet durch eine Erfindung, die gleichzeitig auch am wire- & senseless-Contest teilnimmt. Es handelt sich um das für HighTech-Poser fantastisch geeignete sprechende Weinetikett der italienischen Firma Modulgraf. Behelfs eines RFID-Chips erzählt der Wein, bizarrerweise in der ersten Person Singular, wo er so herkommt, wie er schmeckt und wozu er passt. Die Kunden hören dann über ein nicht näher benanntes handheld device: "Ich bin nussig-pflaumig im Bouquet, fruchtig-frisch auf halber Gaumenhöhe und habe eine blumig-pfeffrige Note im Abgang". Toll! Diese Entwicklung eignet sich natürlich vortrefflich für Menschen, die gewohnt sind, auf Flaschen zu hören.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Hosen mit 3 Beinen? Eins abschneiden
- Lecksteine in Problembezirken
- Trashmops
- vegetabile Andeutungen
SO NICHT:
- Brot und Butter
- Credibility-Wahn
- Konneke für was zum Knorpeln
- Sprühsahne
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Welcome to the Jungle", Jonathan Hensleigh (2006)
Plus: 3, 17, 52, 56, 69 Minus: Gesamt: 5 Punkte
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