22.07.2005 | 12:26 | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Wir sprachen ja schon an anderer Stelle von den kardangetriebenen Rädern des dänischen Herstellers biomega und deren Nichtverfügbarkeit im Handel. Jetzt kommt ein weiteres cooles Rad aus Dänemark nicht in die Läden, das unserer Vorstellung vom praktischen Idealrad noch weit mehr entspricht: Das in Kooperation mit Puma entwickelte Klapprad extra für Stadtmenschen wie uns und mit annoncierte 750.- Euro wahrlich nicht überkostspielig. Wenn man es denn mal bekäme. Schon werden in Internetforen Schwiegermütter und halbe Königreiche für den Nachweis des Vehikels im freien Verkauf ausgelobt, was alles in allem kein gutes Zeichen ist ...
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Hosenbeinforschung II - Kardan
22.07.2005 | 12:19 | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Obwohl ich in meiner Umgebung als intelligent gelte und die Mechanismen der Werbung intensiv studiert habe, gibt es eine Menge Marketing-Tricks, die ich zwar durchschaue, auf die ich aber trotzdem reinfalle. Und zwar mit Wonne. Das liegt weniger an mir als an einem genetischen Defekt, nach dem meine Blut-Hirn-Schranke leider gadgetdurchlässig ist. In diesem Fall ist mir übrigens überhaupt nicht wichtig, ob das Nokia 8800 irgendwelche besonderen technischen Features hat. Allein das fantastisch handentspannende Gefühl, wenn man den Handy-Corpus aufschiebt, hat es mir angetan. Davon brauchen wir mehr, liebe Hersteller. Mehr "wlupp" (so klingt es geschmeidig beim Aufschnippen), aber auch mehr "sssipp" (Zuschnappen lassen). Da das Gerät jedoch grotesk überhöhte 1.000 Euro kostet, möchte ich den ersten Riesenmaschinen-Leser mit defektem Nokia 8800 bitten, sich an mich zu wenden. Wenn nur der Schnappmechanismus noch funktioniert.
21.07.2005 | 17:46 | Alles wird besser | Sachen kaufen | Papierrascheln
Gefühlte 20 Jahre nach Amazon USA ist es endlich auch hier so weit: Seit gestern kann man bei amazon.de den Volltext nicht aller, aber doch ziemlich vieler Bücher durchsuchen. Das ist nicht nur toll, weil es a) toll ist und b) auch für Amazon toll ist (die durchsuchbaren Bücher verkaufen sich immerhin 9% besser als nicht durchsuchbare Bücher, sondern c) vor allem, weil man damit endlich auch diejenigen Bücher durchsuchen kann, die man bereits besitzt. Pro Tag lassen sich so bis zu 24 Stunden Blätter- und Sucharbeit einsparen und anderweitig verplempern. Wenn es jetzt dasselbe auch noch für den Rest der Wohnung gäbe, müsste die Riesenmaschine ihre Arbeit einstellen, denn dann wäre endgültig alles gut.
21.07.2005 | 17:12 | Alles wird besser | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Vor einiger Zeit gab es eine Werbekampagne der Betonwirtschaft mit dem Claim "Hoffentlich ist es Beton", dazu Fotos von Tanklastzügen auf Brücken. Das deutsche Gestaltertrio Metrofarm hat diesen Wunsch nicht nur auf Brücken und Staudämme bezogen, denn die gehen selbst auf gut besuchten Designmessen wie dem Mailänder Salone Satellite relativ schlecht. Stattdessen haben sie dort Alltagsmöbel wie DJ-Tische und Stühle aus Beton vorgestellt. Neben dem formschönen Minimalismus ist einer der wichtigsten Vorteile die hohe Möbelsicherheit. Mit einem Gewicht von weit über 100kg beschränkt sich die Gruppe der möglichen Diebe auf Olympiasieger im Gewichtheben – ein überschaubares Risiko. Aber auch im Marketing liegen die Pluspunkte auf der Hand: wenn es gelingt, Helmut Kohl als Testimonial zu gewinnen, kann die Kampagne der Betonwirtschaft 1:1 übernommen werden.
19.07.2005 | 01:13 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Die Firma Nestle kämpft weiterhin verzweifelt dagegen an, dass ihr Schokoriegel Kitkat mit dem Katzenfutter ähnlichen Namens verwechselt wird. Vielleicht aber ist es auch ganz anders, und man hat versehentlich einen pathologisch geschmacklosen und außerdem größenwahnsinnigen Lebensmittelchemiker eingestellt. Warum auch immer, jedenfalls führt Kitkat, ehemals ein klassischer, puristischer Riegel, seit einiger Zeit einen globalen Feldzug, in dessen Verlauf an scheinbar zufälligen Orten der Welt immer neue, immer absurdere Geschmacksrichtungen auftauchen. Hier eine sicherlich unvollständige Zusammenstellung (Ergänzungen willkommen): weiße Schokolade, Caramel, Erdbeere, Orange, Erdnussbutter (einzig gelungene Variante), Banane, grüner Tee (konsequent grün), Vanille, Nougat, Zitrone. "Und jetzt", sagt der Schokoriegel, "mache ich alles nochmal, nur umgekehrt." und bringt die Variante "Inside Out" auf den Markt (siehe Bild). Das Team der Riesenmaschine verfolgt die Entwicklung seit Monaten mit wachsender Besorgnis und hat mittlerweile in aufwändigen, nicht ganz ungefährlichen Tests fast alle dieser Kreationen auf ihre Tauglichkeit überprüft. Gemitteltes Ergebnis: Kittikittikitti kitkat kitkot katkotkatkotkatkot.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Saugnapfforschung
- Portland-Zement
- Experimente mit Trinken
- 10 Einmal Kaffeetassen mit Henkel 0,18 l weiß
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- Experimente mit Essen
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AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Mojin - The Lost Legend", Wuershan (2015)
Plus: 14, 22, 33, 66, 69, 73, 80, 82, 94, 96 Minus: 15, 39, 46, 93, 102, 147, 195 Gesamt: 3 Punkte
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