Riesenmaschine

26.09.2007 | 10:21 | Sachen kaufen

Ein erneuter Tag in der Firma


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Als dann Steiermann aus der Entwicklung mit von aussen verstellbaren Innenspiegeln konterte, mussten Zeisel und Stilicke handeln. Taktisch geschickt bezogen sie das Marketing mit in die Überlegungen ein, um die Chancen auf substanzielle Ergebnisse zu minimieren. Äusserst gerissen setzten sie die Meetings stets für Freitag, 18.30 Uhr im stinkenden Konfi "Stuttgart" an, so dass praktisch nur neue, unerfahrene Kollegen erschienen und solche, die zu Recht Angst um ihren Job hatten. Die Strategie ging auf, die Präsentation bei Vizepräsident Sasel war ein Durchmarsch und schliesslich der Wettbewerb um das abseitigste Produkt mit den grotesk verzierten LKW-Gardinen haushoch gewonnen – den Ausschlag hatte das Fransenkissen gegeben, auf das Mörensen vom New Business Development bestanden hatte. Steiermann schliesslich präsentierte seine Idee – ein zweigeteiltes Handschuhfach, für jeden Handschuh eines – nicht mehr.

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30.04.2007 | 21:25 | Sachen kaufen | Zeichen und Wunder

Schlüsselerlebnisse


Warum fragen eigentlich immer alle bei Produkten nach dem Sinn? (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Der grosse Schliess- und Schlüsselkongress in Las Vegas war sowohl dem Marketingmanager als auch dem Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung noch in lebhafter Erinnerung, als sie eines Freitags abends vom Vorstand gebeten wurden, für Montag früh eine Präsentation vorzubereiten. Ein Grossinvestor wolle "die ganze Hütte kaufen", Bedingung sei jedoch, so der Aktienoptionen besitzende Vorstand, dass man "ordentlich Innovationen am Start" habe und besonders die "schliessaffine Zukunftszielgruppe 14 bis 29 Jahre" bedienen könne. Und so dachten die beiden eine Viertelstunde intensiv herum, und als immer noch nichts herausgekommen war, malten sie einen bunt bedruckten Schlüssel in ihr Powerpoint, flanschten die selben Finanzierungsfolien wie beim (leider gescheiterten) Projekt "magnetischer Siliziumschlüssel" hinten an die Präsentation und gingen zur Weinprobe.

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25.11.2005 | 21:47 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Ein schöner Tag in der Firma


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Als aber die Diskussion um das Dosenpfand wieder ein bisschen abgeebbt war, da warf irgendwer einen Blick ins Gesetz und sagte: "Scheff! Wenn wir in die Dose gar kein Getränk füllen, sondern irgendwas anderes, sagen wir Katzenstreu, oder Klopapier oder meinetwegen belgische Pralinen, dann kostet das gar kein Dosenpfand! Das wäre zwar kompletter Blödsinn, aber ich sag ja nur: theoretisch!" Und jemand anders schneuzte sich in ein Robbenbaby und sagte: "Die Dosen stellen wir dann total sinnlos ins Kühlregal, das wir mit Atomstrom aus der Ukraine kühlen, weil: ist ja eh schon egal!" Und schon bekamen die beiden lustig blinkende rote Leuchthörner zum Aufsetzen und die Goldene Mitarbeitergabel des Monats. Herzlichen Glückwunsch!

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08.09.2005 | 15:46 | Supertiere | Vermutungen über die Welt

Vom Segen der Marktforschung


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

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Als das Moeritherium (oben) innerhalb einer Focusgruppe einem repräsentativen Testpanel zur qualitativen Evaluation vorgestellt wurde, musste die Entwicklungsabteilung herbe Kritik einstecken. "Zu lang" sei das neue Tier und auch irgendwie "nicht niedlich genug", es fehle an "Features" und ein Alleinstellungsmerkmal sei auch nicht so richtig zu erkennen. Ein Moeritherium-Moratorium wurde beschlossen, die Entwicklungsabteilung zog sich wieder an den Rechner zurück und morphte ein wenig am Tier herum, denn noch mal ganz von vorne anfangen mochte man auch nicht. Das Ergebnis (unten) gefiel der Zielgruppe schon besser, es wurde nur allgemein als zu klein empfunden. Keine Sorge, es handle sich natürlich nur um ein massstabsgerecht verkleinertes Modell, das fertige Tier werde die Konkurrenz grössenmässig, aber hallo. So versicherte die Projektleitung, und das Ergebnis wurde dann auch wirklich ein ziemlicher Markterfolg.

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05.08.2005 | 11:44 | Zeichen und Wunder | Vermutungen über die Welt

Ein Plakat entsteht


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Guido so: "Wo kommen immer die ganzen Kondome im Büro hin? Jetzt war schon wieder bloß noch eines übrig, aber ich hab das hier mal mit Copy+Paste gemacht, das merkt keiner. Und drüber schreiben wir: 'Für solche mit voll kleinen Schwänzen, für solche mit ganz normalen und für solche mit Riesendingern".
Marcel so: "Nee, nee, nee. 'Für Versager, Realisten und Angeber' ist viel shmoover."
Guido so: "Versager, hm, das könnte negative Emotionen beim Verbraucher auslösen. Wie sagt man denn zu diesen Typen mit den ganz winzigen Dingern? Hamsterficker? Frauen?"
Marcel so: "Ach, keine Lust mehr, ich schreib da jetzt irgendeinen ausgedachten Quatsch hin, sagen wir ... 'Träumer', genau, Träumer, und wir machen erst mal Mittag. Die BzgA kauft doch sowieso alles, denk an das ganze andere Zeug, das wir da eingereicht haben."
Guido so: "Super, Boss!"


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