Riesenmaschine

29.12.2007 | 14:17 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt | Listen

Wunschzettel 2008: Berlin ans Meer


Geht doch.
Schon viele haben es gefordert, wir jetzt also auch: Berlin braucht endlich Berge und Meer direkt neben der Stadt. Beim Thema Meer ist das einfach, die Zeit arbeitet für uns, denn wenn der Meeresspiegel noch um rund 30 Meter steigt, wird Berlin zur Küstenstadt – weshalb der geplante Neubau des Vattenfall-Steinkohlekraftwerks Klingenberg vorbehaltlos unterstützt werden sollte. Für Berge müsste man sich hingegen auf die Plattentektonik verlassen, ein langer, zäher und nicht besonders zuverlässiger Prozess. Hier sind die Parteien gefordert.

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22.12.2007 | 15:28 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt | Listen

Wunschzettel 2008: Berlin Edition


Für die litauische Kleinstadt Mosėdis gut genug, das muss aber auch reichen.
Berlin ist eigentlich ganz gut eingerichtet: Der Boden ist halbwegs gerade, Dinge fallen in die Richtung, die man erwartet, und es gibt vieles, auf das man anderswo neidisch ist, wie etwa einen Bierlieferservice in Parks, Call-a-Bikes an fast jeder Ecke und seit neuestem 24h-Supermärkte (naja, zumindest theoretisch). Doch da eine der drei grossen Aufgaben der Riesenmaschine die Weltverbesserung ist, dürfen wir uns damit nicht zufrieden geben.

In den folgenden Tagen werden wir daher unsere Berlin-Forderungen für das Jahr 2008 vorstellen und beginnen heute mit der Wappentierproblematik. Der Bär ist nämlich ein denkbar einfallslos gewähltes Wappentier, in der Langweiligkeitsskala kommt er gleich nach dem Adler, dem Löwen und dem Pferd. Möchte Berlin etwa auf eine Stufe mit St. Gallen, Esens, Madrid, Tuchtelfingen, Sachsen-Anhalt, Kalifornien und Bern stehen? Hm? Eben. Wer im Metropolenwettstreit des 21. Jahrhunderts bestehen will, braucht auch auf dem Heraldiksektor ein eindeutiges Alleinstellungsmerkmal. Da Seepferdchen, Hummer und Biber schon vergeben sind, raten wir zu Opossum, Schnabeligel oder Nandu.

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06.11.2007 | 15:35 | Alles wird besser | Was fehlt | Listen

Wollt ihr den total nachhaltigen Krieg?


Ferner sollten für Kriegsgedenkstätten keine vom Aussterben bedrohten Stein- und Metallarten verwendet werden. (Foto: kubina) (Lizenz)
Keine Woche ohne Uno-Gedenktag, und deswegen ist am 6. November seit 2001 der nach Uno-Resolution 56/4 verfügte Internationale Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Denn, hey: Nichts gegen Krieg. Aber auf die Umwelt sollte man schon achten!

Die Redaktion der Riesenmaschine fordert daher: 1. Keine Minen in Pandaschutzgebieten vergraben. 2. Agent Orange nur noch im Herbst verwenden und nicht bei Nadelbäumen (nicht artgerecht) 3. Schluss mit dem Individualverkehr: Keine Panzer, sondern Geschütze auf Zügen. 4. Wenn doch Panzer: Alternative Kraftstoffe wie Biodiesel nutzen; ausserdem sitzen in so einem Panzer oft nur wenige Soldaten: Fahrgemeinschaften bilden! 5. Bodybags aus Jute. 6. Keine Atombomben mehr, lieber Solar- oder Windkraftbomben. 7. Nur noch solarbetriebene Jets verwenden, statt den alten kerosinfressenden F-16s. 8. Umweltneutrale Angriffe – wer versehentlich einen Wald zerbombt, muss zum Ausgleich eine Autofabrik zerstören. 9. Bei Maschinengewehren eine Spartaste einbauen, für wenn man mal gar nicht SO oft schiessen muss. 10. Oder einfach besser zielen. 11. Und die Patronen hinterher wieder einsammeln, der nächste Krieg kommt bestimmt.


31.10.2007 | 01:34 | Essen und Essenzielles | Listen

Milch


Riesenmaschinenautorin (typähnlich)
Foto, Lizenz
Dieser Tage ist das Buch der Bühnen-, Radio- und Fernsehclowns Dirk Stermann und Christoph Grissemann Debilenmilch erschienen, und das wirft die Frage auf: wie viele Milchen gibt es eigentlich und wie geht der korrekte Plural von Milch? Die zweite Frage kann die Riesenmaschine nicht beantworten, mangels Linguisten im Haus. Aber für die erste Frage gibt's soviel Personal wie es Milchen gibt. Aber hier soll weder Sachsenmilch, Kropfmilch, Bohrmilch noch Gorillamilch, nicht Elefantenmilch, und auch nicht Schweinemilch beleuchtet werden, sondern Eulenmilch. Natürlich kann man mangels Euter keine Eule melken, da kann man eher, wenn einem der Kaffee zu schwarz ist, einen Camembert auswringen. Und genau so kommt man aber an Eulenmilch, man quetscht eine Schleiereule aus, und aus ihrer Bürzeldrüse tropft dann das begehrte Eulenfett, das so genannte Lac Owleum. Das unterscheidet sie vom Fettschwalm, auch er wird ausgepresst, aber da kommt nur Kerzenöl raus. Was übrigens Debilenmilch ist, lässt sich schlecht sagen, das Buch muss erst noch gelesen werden.

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (8)


25.10.2007 | 16:54 | Berlin | Alles wird besser | Listen

Berliner U-Bahnbankkunde


Zum Beispiel so.

Oder so.
Die Dokumentation der Stadt Berlin verläuft leider nicht sehr abgestimmt. So existieren jeweils Dutzende Übersichtswerke für Restaurants, Hotels, Museen, Clubs oder Kleidungsgeschäfte, erscheinen im Jahresabstand diverse papierne Adressverzeichnisse und auch im Bereich der Street Art dürfte es internetseitig inzwischen mehrere Sammlungen geben. Da kommt dann natürlich immer alles doppelt und mehrfach vor, während andere Lebensbereiche komplett ausgespart, ja geradezu tabuisiert werden. Oder hat sich etwa bisher jemand die Mühe gemacht, alle Ampeln Berlins zu foto- und kartographieren, oder alle Gullideckel, Brandmauern, Zigarettenautomaten?

Nachdrücklich gelobt werden müssen daher Pioniere wie Heiko Schäfer und Steffen Kiefer, denen wir eine vorbildliche Website verdanken, auf der sich Fotos der Bänke sämtlicher Berliner U-Bahnhöfe finden. Wie sonst hätte man erfahren, dass es in Berlin mehr U-Bahnhöfe mit Holz-, als mit Metallbänken gibt und dass die Metallbänke immer, aber auch wirklich immer (fast) die gleiche Form haben, während die Holzbänke mal so, mal so, mal so aber auch mal so aussehen? Man hätte alle Bahnhöfe selbst besuchen müssen – die Zeit, die man so spart, sollte man in den Aufbau einer eigenen Sammlung investieren, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Gehwegplatten wären noch frei. Oder Löschwassereinspeisungen.


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