Riesenmaschine

10.12.2005 | 17:08 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser | Sachen kaufen

Riesenmaschine-Kochtipp


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Erst im nächsten Krieg – oder wahlweise auch im Urlaub in ungebräuchlichen Ländern – werdet ihr merken, dass man Benzin, Petroleum, Butan und Propan in Campinggaskartuschen nicht an jeder Tankstelle kaufen kann. Insbesondere dort nicht, wo es gar keine Tankstellen gibt. Dann schlägt die Stunde des in Kevin Kellys "Cool Tools"-Blog gesehenen Sierra Stove. Der Campingkocher lässt sich mit beliebigem brennbarem Zeug (Hölzchen, Stöckchen, Autoreifen, Werke alter Meister) heizen, kocht einen Viertelliter Wasser in vier Minuten und braucht nur eine AA-Batterie für den Lüfter. Wer ganz autark sein will, ersetzt die Batterie durch einen Akku mit Solarladegerät.
Kaufen kann man den Sierra Stove in Deutschland anscheinend nur im Wildwasser-Laden ab 66,50 Euro; allerdings nicht die nur 300 Gramm schwere Titan-Version (Basic-Version: 490 Gramm), die es vermutlich nur direkt beim Hersteller gibt.
Wir wollen allerdings an dieser Stelle nicht verschweigen, dass man 300-490 Gramm Tragegewicht bzw. viel Zeit und Töpfewaschen einspart, wenn man auf warmes Essen ganz verzichtet. Wozu wurde schliesslich der Schokoriegel erfunden?

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Das Ende ist nah


10.12.2005 | 13:01 | Supertiere | Was fehlt

Ohne Harndrang ist das Leben schöner


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Dieser Beitrag wurde von 1000 Lesern genutzt und ist jetzt leider ausverkauft. Morgen wieder. Vielleicht.


10.12.2005 | 12:07 | Berlin | Sachen kaufen

Moskau Marathon


Man kann es bald nicht mehr sehen (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Wer vorgestern nicht auf der Acne-Eröffnungsparty war und auch gestern die Release-Party des mit leichten Anlaufschwierigkeiten aber vielversprechend gestarteten Blogs Datenstroeme.de verpasst hat, das unser geschätzter Kollege Stefan Heidenreich zusammen mit Pit Schultz vom Bootlab betreibt (wir wünschen bei der Gelegenheit gutes Gelingen und schöne Datenströme) – der oder die hat heute bis 23 Uhr und morgen noch einmal tagsüber die Gelegenheit, sich dort beim "Holy.Shit.Shopping" auf entspannte und tendenziell originelle Art der Sorgen um die leidigen Weihnachtsgeschenke zu entledigen. Mit dabei ist die Galerie Neurotitan, der Reprodukt-Comicverlag , sowie ein paar weitere der üblichen Verdächtigen. Vielleicht sollte man aber auch die Gelegenheit nutzen, bei angenehmer ambitionierter Musik getreu der Fluxus-Devise Yoko Onos "Fühle den Raum", die unter anderem Julius Nerdinger auflegt, in den hübschen Räumen herumzuhängen. Es gibt nämlich Gerüchte, dass die Immobilie spätestens 2007 einer völlig anderen Nutzung zugeführt werden soll.


10.12.2005 | 07:28 | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

Das Ende


Seltenes Ereignis (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Es könnte sein, dass dies der letzte Beitrag in der Riesenmaschine, falsch, in der Geschichte der Menschheit ist, und obwohl die Last der Verantwortung schwer und ausserdem schlecht gepolstert ist, wird er, der Beitrag, wichtig und erhaben sein. Bis heute denken ja viele durchweg naive Erdenbürger, dass dieses Dasein hier relativ sicher sei und schon nichts Ernsthaftes passieren könne. Das Standardwerk "How to destroy the Earth" enthält zwar unzählige, sagen wir, interessante Szenarien, den Planeten zu zerstören, zum Beispiel könnte er in die Sonne fallen, durch ganz viele "von-Neumann-Maschinen" aufgegessen werden, von einer Supernova (siehe Bild) verschluckt werden oder einfach plötzlich aufhören zu existieren. Die meisten dieser Varianten sehen jedoch unpraktikabel aus oder finden zumindest sehr selten statt. Wichtigstes Argument der Naivlinge war bisher die Tatsache, dass es die Erde immerhin schon sehr lange gibt, trotz dieser ganzen Schreckensmodelle. Dies jedoch ist ein sehr dummes Argument, denn natürlich wissen wir das nur, weil es uns noch gibt. Neuesten Berechnungen zufolge ist die Wahrscheinlichkeit, dass es morgen ganz normal weitergeht, daher auch nicht etwa extrem hoch, sondern nur nicht ganz so extrem hoch. Anders und präziser ausgedrückt: Nach derzeitigem Erkenntnisstand wird einer der nächsten eine Milliarde Tage der letzte sein. Das ist somit, so ein Experte im Gespräch, noch "quite a fucking long time" bis zum Weltuntergang, vor allem wenn man berücksichtigt, dass bis dahin noch maximal drei bis vier Milliarden Riesenmaschinebeiträge erscheinen werden.


09.12.2005 | 18:12 | Supertiere

Fusswarm gefönt


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Nature berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass man einen britischen Tierversuchs-Lobbyisten für eine Fernsehsendung den Alltag eines Versuchsnagetiers nacherleben liess. Unter anderem musste er dabei teuflisch warme Fussböden und brutal trockengefönte Haare erdulden. Wir Nagerfreunde begrüssen dergleichen Kaspereien natürlich, nicht nur als soliden Beitrag zu einer komplexen Diskussion, sondern auch als ersten Schritt in eine bessere Welt; denn erst, wenn alle Menschen leben wie die Ratten, ist unser Auftrag erfüllt. Oder Karnickel. Oder eben Vizcachas, wir sind da flexibel. Vielleicht dürfen wir sogar hoffen, bei der Ausstrahlung der Sendung am 14. Dezember auch eins der berüchtigtsten Rattenexperimente am Lobbyisten nachgestellt zu sehen; das nämlich, bei dem ermittelt wurde, um wieviel länger Ratten sich durch Strampeln vorm Ertrinken retten, wenn man ihnen zuvor den Eindruck verschafft hat, man würde sie schon beizeiten da rausholen. Zugegeben, das Originalexperiment ist recht alt, wurde schon in den 50er Jahren durchgeführt und würde heutzutage von keiner Ethikkomission mehr genehmigt. Aber ein kleines bisschen Unsachlichkeit ist ein geringer Preis für eine unterhaltsame Sendung, und zudem sind Lobbyisten ja in der Regel auch nicht mehr die Jüngsten.
Die Zeichnung oben stammt übrigens von einer Seite tierversuchsfreundlicher Wissenschaftler, und täuscht die Ausgewogenheit dieses letztlich nagerfreundlichen Beitrages vor.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Mehr über Nagetiere


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