Riesenmaschine

29.05.2007 | 18:07 | Sachen anziehen | In eigener Sache

Wie die Shirts geschmiedet wurden


I'll Be Your T-Shirt
So! Unter T-Shirts 2007 ist ab sofort der 2007er T-Shirt-Jahrgang zu sehen, wir danken den meisten Einsendern. Alle Shirts aus Privatbesitz (einige besonders abwegige Scheusslichkeiten sind nicht abgebildet) werden in den nächsten Tagen zugestellt. Wer sich eins der begehrten Sammlerstücke sichern möchte, schreibt zunächst eine Mail an mail@riesenmaschine.de, woraufhin wir das Shirt als verkauft markieren. Enthalten sollte diese Mail: Die eigene Postadresse. Nicht enthalten sollte sie: Wünsche nach "T-Shirt Nummer 78, aber bitte in L", denn jedes T-Shirt ist ein Einzelstück, das exakt im angegebenen Format und keinem anderen existiert. Kommen keine Einwände unsererseits, gilt es, den angegebenen Betrag möglichst unter Nennung der T-Shirt-Nummer auf das im Impressum genannte Konto zu überweisen. Porto überallhin (sogar Österreich), Steuern, Verpackung und Personalkosten sind unbürokratisch bereits im Preis enthalten. Sobald das Geld eingegangen ist, versenden wir das T-Shirt an seinen neuen Besitzer. Jetzt ist das Glück vollkommen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Noch mehr T-Shirts für noch mehr Leser


29.05.2007 | 11:56 | Anderswo | Alles wird schlechter

Österreichische Möbel


Frank Baumann
Während wie jedes Jahr in Wien zu Beginn der warmen Jahreszeit die so genannten Enzis, klobige Hartschaumsitzelemente, im Museumsquartier ausgepackt werden, auf denen sich mit Begeisterung die Bevölkerung fläzt, sind jene, die vor die ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) in Zürich gruppiert wurden, gähnend leer, hier fläzt man nicht faul, hier wird studiert. Ein anderes, sedierendes Möbelensemble wird ebenfalls gerade umgruppiert. Im Zuge der grössten Programmreform des ORF (60 neue, grösstenteils gnadenlos gefloppte Formate) wurde das gesamte Studio des Nachmittagsberuhigungsfernsehformats
Willkommen Österreich in ein ausgedientes Tierkrematorium und in die Nacht verfrachtet. Heraus kam ein Gefäss gleichen Namens, aber vollkommen anderen Inhalts. Hier wird nicht sediert, sondern Angst geschürt, Aspirin geraucht, aus Langeweile Strom erzeugt, den man hören kann, Menschen lassen sich Zähne ziehen und sie durch Holz ersetzen, Thor Kunkel wird mit Leuten mit Picasyndrom konfrontiert, Thema Reis im dritten Reich. Hin und wieder wird das Supatopcheckerbunny über die Kunst der Schleusentechnik referieren, wie Karl Heinz Böhm in Martha. Regisseur des ganzen ist offenbar ein geheimnisvoller Mann namens Frank Baumann, der seit 22 Jahren in einem mit Alufolie ausgeschlagenen Schrank lebt und sich von Globulikügelchen ernährt.

Ab 31. 5., jeden Donnerstag auf ORF 1, ab 22 Uhr 30.

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (3)


29.05.2007 | 01:10 | Nachtleuchtendes | Fakten und Figuren

Die Löcher des Mars

Es sind jetzt Löcher im Mars. Mehrere Jahrtausende blickt man ehrfurchtsvoll zu ihm auf und erklärte blutige Kriege, wenn er es befahl, zuletzt im März 2003. Genau vier Jahre später, im März 2007 entdeckte man dann die Löcher im Mars: Dena, Chloe, Wendy, Annie, Abbey, Nikki und Jeanne. Seitdem sind eben Löcher im Mars. Noch ist nicht klar, ob die Löcher auch von rotem Käse umgeben sind, klar scheint jedoch, dass viel Leid hätte vermieden werden können, wäre die Wahrheit früher ans Licht gekommen. Ein Krieks- nein, Kriegsgott mit Löchern drin? Undenkbar. Braucht man hochaufgelöste Bilder von Löchern? Was für eine Frage. Die Aufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiters sorgen für Aufklärung über die Loch-Topologie und zeigen wundervolle quasirunde Öffnungen in 100-Meter-Format in der ansonsten makellos unordentlichen Oberfläche. Man hegt nun die Vermutung, es handele sich gar nicht um Löcher, sondern um Höhlen, die also nicht notwendigerweise über ein Austrittsloch auf der Gegenseite verfügen. Höhlen statt Löcher – und schon ist der Kriegsgott nur angeschossen, aber nicht besiegt. Der Pazifist muss sich einen anderen Planeten suchen. Es sind jetzt Löcher im Mars.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Trouble am Geysir


28.05.2007 | 18:39 | Sachen kaufen | Vermutungen über die Welt

Ende des Revolverförmigen


1000-Watt-Fön (Foto: Bathroom Graffiti)
Lange wurde die Riesenmaschine-Serie "Tipps für einfallslose Designer" vernachlässigt, es ist Zeit für ein Update. Zu Philippe Starcks gewehrförmigen Lampenfüssen, der Wodkaflasche in MG-Form, dem Bass in MG-Form und dem Vibrator in Revolverform sind mittlerweile ein Fön in Revolverform und eine Fernbedienung in Revolverform hinzugekommen. Liebe Designer, ja, es herrscht Krieg an mehreren Stellen der Welt. Aber erstens darf ein Designtrend dann als amtlich tot gelten, wenn er im Föndesign angekommen ist, und zweitens gibt es da draussen mittlerweile weiss Gott zeitgemässere Kriegswerkzeuge, den aus Seife geschnitzten Flugzeugträger zum Beispiel. Tipp aus der Kriegstrendforschung: Bis auf weiteres stattdessen beim Klassiker "Flecktarndesign in alles einbauen" bleiben, damit kann man überhaupt nichts falsch machen, Flecktarn wird für immer schön und modisch bleiben.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Vibrations-Alarm


28.05.2007 | 12:00 | Nachtleuchtendes | Alles wird besser

Das infrarote Superflugzeug

SOFIA heisst jetzt Clipper Lindbergh und absolvierte einen ersten Testflug ohne grössere Probleme. Clipper Lindbergh also. Bei Clipper Lindbergh (ein herrlicher Name übrigens) handelt es sich um eine Kollaboration zwischen NASA und Deutschland: ein zweieinhalb Meter grosses Infrarotteleskop, das, man glaubt es kaum, von einem normalen Flugzeug aus Sterne, Planeten, Galaxien, Nebel, das ganze Zeug eben, ansehen wird. Es operiert quasi auf halbem Wege zwischen Erde und Weltall, was für Infrarotastronomie vollkommen ausreicht – IR-Strahlung wird im Wesentlichen von Wasserdampf verschluckt, der sich netterweise unterhalb 13 km aufhält, der vorgesehenen Flughöhe von SOFIA, ups, Clipper Lindbergh. Clipper Lindbergh ist damit der direkte Nachfolger des in einer Erdumlaufbahn geparkten Infrarotsatelliten Spitzer, der nächstes Jahr langsam seinen Geist aufgeben wird. Aber vergleichen Sie bitte selbst: Spitzer vs. Clipper Lindberg, also bitte. Abgesehen vom Namen noch ein Vorteil: Ab 2009 oder so werden Infrarotastronomen, die schlüssig begründen können, was sie mit Clipper Lindbergh Sinnvolles beobachten wollen, zu diesem Zweck in der Stratosphäre herumgeflogen. Ins richtige Weltall lassen sie einen ja doch nie.


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"The Three Burials of Melquiades Estrada", Tommy Lee Jones (2005)

Plus: 1, 14, 15, 21, 36, 41, 45, 55
Minus: 19, 73
Gesamt: 6 Punkte


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