Riesenmaschine

22.10.2005 | 22:34 | Sachen kaufen

Vibrationsalarm 2.0


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Gern würden wir vom bei sexblo.gs gesehenen The Toy schweigen, zu vorhersehbar war die Angelegenheit, zu, ach, ähnlich ermattet und schon von vornherein überdrüssig muss man sich bei der Erfindung der Gummimöse ("Sie saugt unermüdlich!") gefühlt haben. Aber der Vollständigkeit halber seien hier wenigstens die Eckdaten "Vibrator mit Bluetooth", "per SMS steuerbar" und "geht jetzt nie wieder weg" erwähnt. "Each letter has a different effect", informiert uns der Hersteller; wahrscheinlich sind es die ooooos und die aaaas in der SMS, die einem das Toy im Leibe hüpfen lassen, während man mit q und x eher abwegige Spezialeffekte ... nein, Schluss, aus, gar nicht drüber nachdenken.

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22.10.2005 | 17:56 | Supertiere | Sachen kaufen

Nächtliche Ausflüge


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Nachdem die Riesenmaschine in ihrer Ausgabe vom 29.7. über den Hörgeräteautomaten in Wien berichtet hat, und nachdem jeder Tokiobesucher in dieser quirligen Stadt (Tokio, nicht Wien), meist vergeblich, nach den Automaten für gebrauchte Unterhosen gesucht hat, vergeblich deswegen, weil sie natürlich meist in schummrigen Hinterhöfen versteckt sind, wo die Strassen keine Namen haben, fragt man sich, ob der gute alte Kaugummiautomat überhaupt noch für irgendwen irgendeine irgendwiegeartete Relevanz hat.
Aus Film und Literatur kennt man den Satz von Ehemüden: "Liebling, ich geh nur mal kurz zum Geldautomaten", das "kurz" ist aber in vielen Fällen ein sehr dehnbarer Begriff, vor allem dann, wenn man gewohnt ist, auf seine EC-Karte hinten die Geheimnummer zu schreiben. Da ist das Geld unter der Matratze oder in der Keksdose weit besser aufgehoben für eine dauerhafte Beziehung.
Noch nicht so verbreitet ist, dass die "bessere Hälfte" sich zum Hummerautomaten aufmacht. Denn wohin mit Zwicki? Die Töpfe mit dem brodelnden Wasser hatte man natürlich in der Eile vergessen.
Oder, siehe Bild, sich nur mal schnell eine Made am Automaten zu ziehen vorgeben? Dann aber bitte schon mal eine Antwort zurechtlegen auf die Frage: "Wozu brauchst Du denn jetzt mitten in der Nacht eine Made?" – "Vielleicht will ich mir ja auch nur all die schönen Pokale und Ehrenpreise, die ich nie bekommen habe und vermutlich auch nie bekommen werde in unserer Ehe, im Schaufenster ansehen?"

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Business-Fusionen

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (1)


22.10.2005 | 15:26 | Anderswo | Sachen kaufen

Neue Wirrnis


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
An Trendlimonaden herrschte in den letzten Jahren kein Mangel: Mit Afri-Cola fing alles an, dann folgten Bionade, Club-Mate, Fritz Kola etc. (Hintergründe nachzulesen bei der taz).
Britische Marktforscher haben jetzt entdeckt, was auf dem deutschen Markt bisher fehlt: eine Mischung aus Naivität, Traubensaft und skrupellosester Wirrnis, angereichert mit so ziemlich jedem Trendgemüse der letzten Jahre (Hanf, Echinacea, Ginseng, Zitronengras, Zitrone, Minze). Diese Mixtur wird auf Dosen gezogen unter dem bezaubernden Namen "Yoga Bunny Detox" vom Londoner Öko-Fastfoodlabel "Pret A Manger", kurz Pret, vertrieben. Laut Herstellerangaben handelt es sich beim Bunnygetränk um "Liquid Psychiatry", deren nicht enthaltene "Nasties" sogar einzeln aufgeführt sind: "NO fructose syrup, NO sodium benzoate, NO aspartame, NO potassium sorbate, NO phosphoric acid, NO colourings and NO artificial flavourings". Da McDonalds seit 2001 eine 33%-Beteiligung an Pret hält, darf man hoffen, dass sich der schäumende Unfug mittelfristig auch auf dem deutschen Markt etablieren kann.


21.10.2005 | 14:42 | Was fehlt | Sachen kaufen

Bitte nicht ansprechen


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
In einigen Erstweltländern lebt man menschenrechtstechnisch gesehen mittlerweile, wie die Made im Speck leben würde, gäbe es Madenrechte. Die Interessen von Schwulen, Lesben, Neugeborenen und Menschen, die nicht von hier sind, werden vorbildlich gewahrt. Zeit also, sich den weniger bekannten, nach wie vor rechtlosen und gedemütigten Minderheiten zuzuwenden. Zum Beispiel denjenigen Menschen, die beim Einkauf gern ungestört sind und keinesfalls von Verkaufspersonal mit Fragen wie "Suchen Sie was Bestimmtes?" behelligt werden möchten. Genügt es denn nicht, dass wir uns mit hochgeklapptem Kragen und niedergeklapptem Blick in die Verkaufsstätte schleichen, jeden Blickkontakt zu Angestellten meiden und, einmal angesprochen, den Laden fluchtartig verlassen? Hier ein Vorschlag zur Weltverbesserung, der sowohl das Interesse der Verkäufer berücksichtigt, Unentschlossenen irgendwas aufzuschwatzen, als auch das Interesse mancher Spinner, sich "persönlich beraten" zu lassen: Man stelle im Eingangsbereich eine Ausgabe für wie auch immer gestaltete "Nicht ansprechen"-Kennzeichen auf, also etwa bratpfannengrosse Anstecker in Leuchtfarben oder Hüte mit Flaggen dran, und lasse dann alle in Frieden, die einen solchen Schutzzauber tragen. Oder aber man erfinde einfach irgendein weltumspannendes Datennetz, das das Kaufen von Dingen ermöglicht, ohne dass man sich dazu nach draussen begeben muss. Liesse sich das einrichten?


21.10.2005 | 00:25 | Anderswo | Sachen kaufen | Sachen anziehen

Bay Watch III


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Man kennt das ja: Kaum haben Designer eine Lösung für ein Problem gefunden, versuchen sie, diese auf möglichst viele anderen Produkte anzuwenden. Wir haben dieses Verhaltensmuster schon als Funktionsdoppelung, Leuchtmitteleinbau oder Vibrationserweiterung kennengelernt. Ein ähnlich universeller Ansatz glaubt nun offenbar der finnische Designer des kubischen Kinderanzuges gefunden zu haben, indem er alles, was bisher in mühsam herzustellende, organisch geformte Anziehsachen gekleidet wurde, in einfache, rechtwinklige Formen packt. Wie so oft bei dieser Art von Produkteentwicklung geht dabei das eigentliche Problem der Lösung verloren: So naheliegend die Kinderschachtel als Ersatz fürs quadratmeterintensive Kinderzimmer war, so seltsam mutet der abgebildete BH an, waren doch Brüste bislang nur selten Grund für Wohnungsnot.
(Mehr dazu sowie ein Paar Quaderschuhe hier.)

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Bay Watch


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